VideoCast - Dunkle Biene - Wie Zucht und Bieneninstitute die Dunkle Biene bis 1975 ersetzten
Gustav-Dathe-Langstroth
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Der vorliegende Text beschreibt die historische Etablierung der Kärntner Biene (Apis mellifera carnica) in Deutschland von 1830 bis 1975 und die daraus resultierende genetische Verdrängung der indigenen Dunklen Biene (Apis mellifera mellifera). Dieser Wandel war ein tiefgreifender institutioneller Prozess, angetrieben durch technische Innovationen wie Johann Dzierzons bewegliche Wabe und eine zentralisierte staatliche Rassenpolitik. Wichtige Züchter wie Gustav Dathe ebneten den Weg für fremde Rassen, obwohl die Italienische Biene (A. m. ligustica) aufgrund ihrer unzureichenden Winterökonomie in Deutschland scheiterte. Die Carnica, insbesondere der Sklenar-Stamm, wurde wegen ihrer Sanftmut und besseren Anpassung an die saisonalen Trachtverhältnisse als kommerziell überlegen standardisiert. Die vollständige Umstellung der Reinzuchtbelegstellen in der Nachkriegszeit führte zur Auslöschung des Genpools der nativen Biene, wobei die heutige juristische Klassifizierung der Carnica als „einheimische Nutztierrasse“ dieses Paradox der Verdrängung zementiert.