Wie August Horch seine Marke Audi verlor
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Wie August Horch seine Marke Audi verlor
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Am 25. April 1910 bekam eine Automobilfabrik in Zwickau eine neue Marke: Audi. Diesen
Namen hatte ein Gericht erzwungen. Der Gründer der Firma hieß August Horch, und das
Reichsgericht in Leipzig hatte ihm gerade untersagt, seinen eigenen Familiennamen auf
seine eigenen Automobile zu schreiben. Geklagt hatte die Firma, die er selbst gegründet
hatte und Anfang 1909 hatte verlassen müssen.
Der Grund für diesen Abgang steht in einem einzigen Nebensatz seiner Biografie: Horch
hatte aufgrund seiner geringen Kapitalbeteiligung keine Entscheidungsmacht. Sechs Jahre
später wiederholte sich alles. 1915 wurde aus den Audi-Werken eine Aktiengesellschaft,
und der Gründer verlor auch dort den Einfluss.
Diese Dokumentation verfolgt den ganzen Bogen: vom Schmiedelehrling an der Mosel über
die Motorenfertigung bei Carl Benz in Mannheim, den Sieg bei der Herkomer-Konkurrenz
1906 und den ersten Sechszylinder von 1907 bis zur Hühnerfarm, die Verluste machte, und
dem Verkauf des Berliner Hauses im Herbst 1931. Bis zur Enteignung der Zwickauer Werke
1948, in deren Hallen von 1957 bis 1991 der Trabant gebaut wurde. Und bis zum Herbst
2021, als Audi den Namen Horch für eine Luxuslimousine wiederbelebte, die in China
gegen die Mercedes-Maybach S-Klasse antritt.
Alle Zahlen und Daten sind mit geprüften historischen Quellen belegt; das Bildmaterial
stammt überwiegend aus öffentlichen Archiven.
Kapitel:
00:00 Das Urteil und der neue Name
03:07 Ein Wort zu den Namen und den Zahlen
04:56 Winningen: Schmiede, Hochrad, Mittweida
05:43 Köln-Ehrenfeld und der stoßfreie Motor
06:46 Zwickau 1904: aus der Firma wird eine AG
07:53 Der Irrtum: es war nicht der Dickkopf
09:15 Der Prozess vor dem Reichsgericht
09:50 Warum ein Name keine Marke ist
11:23 1915: der zweite Verlust
12:15 Berlin: der Sachverständige ohne Firma
13:06 Hühnerfarm, Hausverkauf, Auto Union
15:00 1945: Flucht, Vorwürfe, Verluste
15:30 Die Hallen in Zwickau: der Trabant
17:18 Wer das Geld behielt
19:28 Was geblieben ist
📚 Quellen und weiterführende Literatur:
• Wikipedia: August Horch — https://de.wikipedia.org/wiki/August_Horch
• Wikipedia: Automobilwerk Zwickau — https://de.wikipedia.org/wiki/Automobilwer...
• Wikipedia: Audi — https://de.wikipedia.org/wiki/Audi
• August-Horch-Museum Zwickau — http://www.horch-museum.de/
• Stadt Aschaffenburg, Büro für Erinnerungskultur, Dossier August Horch — https://aschaffenburgzweinull.stadtarchiv-...
• WDR ZeitZeichen, 3. Februar 1951 — https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/z...
• Jürgen Pönisch: August Horch — Pionier der Kraftfahrt, August-Horch-Museum Zwickau 2001
• Top Gear: Audi A8 L Horch, Maybach-Rivale für China — https://www.topgear.com/car-news/first-loo...
Bildmaterial: historische Aufnahmen aus öffentlichen Archiven (Wikimedia Commons,
Bundesarchiv u. a.), verwendet unter den jeweiligen freien Lizenzen.
Dieses Video dient der Information und historischen Einordnung. Alle genannten Zahlen
sind recherchierte Angaben aus öffentlich zugänglichen Quellen (Handelsregister,
Gerichtsentscheidungen, Archivbestände, Biografien) und können je nach Bewertungsmethode
und Zeitpunkt abweichen. Wo die Quellen voneinander abweichen, wird die Spanne genannt
beziehungsweise werden beide Fassungen benannt. Aussagen über lebende Personen beruhen
ausschließlich auf öffentlich dokumentierten Vorgängen.