Digitaler TestDaF – Sprechen – Aufgabentyp 4 – Gründe für Studienabbrüche
Dafprep
0:00 / 0:00
Digitaler TestDaF – Sprechen – Aufgabentyp 4 – Gründe für Studienabbrüche
90 просмотров · 3 недели назад
Dafprep
161 подписчик
90 просмотров · 3 недели назад
👉 The complete speaking system for the digital TestDaF: https://dafprep.com
AUFGABE:
In Ihrem bildungssoziologischen Seminar sprechen Sie über Studienabbrüche an deutschen Hochschulen.
Ihr Dozent, Herr Dr. Neuhaus, hat eine Grafik mitgebracht und bittet die Seminarteilnehmenden um eine Stellungnahme.
Hören Sie, was ein Seminarteilnehmer dazu sagt.
Nehmen Sie Stellung zu der gehörten Aussage.
Beziehen Sie sich dabei auch auf die vorliegende Grafik.
Grafik ansehen: 00:30 · Hörzeit: 00:20 · Vorbereitungszeit: 01:30 · Sprechzeit: 01:30
GRAFIK:
Warum brechen Studierende ihr Studium ab? (Angaben in Prozent)
Falsche Vorstellungen vom Fach: 31 %
Finanzielle Schwierigkeiten: 24 %
Anforderungen im Fach zu hoch: 18 %
Wunsch nach praktischer Tätigkeit: 14 %
Familiäre oder gesundheitliche Gründe: 10 %
Weiß nicht / keine Angabe: 3 %
.
.
.
.
.
.
.
.
LÖSUNG:
Eine mögliche Antwort (von vielen):
Ja, danke. Ich muss meinem Kommilitonen deutlich widersprechen. Er hat gesagt, dass ein Studienabbruch fast immer an den fachlichen Anforderungen liege und dass Geld dabei keine Rolle spiele. Anhand der Grafik lässt sich das so nicht halten. Der häufigste Grund sind mit 31 Prozent falsche Vorstellungen vom Fach, an zweiter Stelle stehen mit 24 Prozent finanzielle Schwierigkeiten. Die Anforderungen im Fach, die mein Kommilitone für den einzigen Grund hält, nennen dagegen nur 18 Prozent — sie stehen damit erst an dritter Stelle. Alle übrigen Gründe zusammen wiegen deutlich schwerer. Meiner Meinung nach zeigt das, dass ein Abbruch selten eine Frage der Anstrengung ist, sondern meistens eine Frage der Information und der Lebensumstände. Wer vor dem Studium kaum weiß, was ihn im Fach erwartet, entscheidet sich fast blind und merkt den Irrtum erst nach zwei oder drei Semestern. Und wer nebenbei viele Stunden arbeiten muss, verliert irgendwann den Anschluss, auch wenn er fachlich gut mitkommt. Deshalb halte ich gute Orientierungsangebote vor dem ersten Semester und eine verlässliche finanzielle Absicherung für wirksamer als den Appell, sich einfach mehr anzustrengen. Der Vorwurf, alles andere seien Ausreden, wird der Lage der meisten Studierenden nicht gerecht.