Перейти к содержимому

Digitaler TestDaF – Sprechen – Aufgabentyp 6 – Anonyme Bewerbungen

Dafprep

0:00 / 0:00

Digitaler TestDaF – Sprechen – Aufgabentyp 6 – Anonyme Bewerbungen

58 просмотров · 3 недели назад
Dafprep
161 подписчик
58 просмотров · 3 недели назад
👉 The complete speaking system for the digital TestDaF: https://dafprep.com  AUFGABE: In Ihrem wirtschaftssoziologischen Seminar diskutieren Sie heute über das Thema „Anonyme Bewerbungen", also Bewerbungen ohne Foto, Namen und Altersangabe. Ein Kommilitone äußert sich zu dem Thema. Ihre Dozentin, Frau Dr. Lang, bittet Sie, zu der Äußerung Stellung zu nehmen. Geben Sie die Argumente Ihres Kommilitonen wieder und nehmen Sie Stellung zu seinen Argumenten. Begründen Sie Ihren eigenen Standpunkt zum Thema. Hörzeit: 01:12 · Vorbereitungszeit: 01:30 · Sprechzeit: 02:00 . . . . . . . . LÖSUNG: Eine mögliche Antwort (von vielen): Ja, gern. Mein Kommilitone hat sich klar für verpflichtende anonyme Bewerbungen ausgesprochen und dafür drei Argumente genannt. Zunächst hat er gesagt, dass ohne Namen, Foto und Alter der erste Eindruck bei der Vorauswahl keine Rolle mehr spiele und nur noch die Qualifikation zähle. Das sehe ich anders. Auch eine anonyme Bewerbung verrät viel über die Person: Der Wohnort, die besuchte Schule und der sprachliche Stil lassen Rückschlüsse zu. Die Anonymisierung nimmt dem ersten Eindruck also nur einen Teil seiner Grundlage. Außerdem hat er argumentiert, dass die Unternehmen selbst profitierten, weil sie vor der Auswahl genau bestimmen müssten, worauf es bei der Stelle ankomme, und ihre Entscheidung hinterher begründen könnten. Da hat er recht. Wer eine Absage hinterher begründen muss, merkt schnell, wie vage die eigenen Anforderungen bis dahin waren. Wer die Anforderungen vorher festlegt, kann die Bewerbungen am Ende auch schneller miteinander vergleichen. Schließlich hat er behauptet, dass die Anonymisierung auf Dauer die Haltung in den Personalabteilungen verändere, weil man dort immer wieder Menschen kennenlerne, die man nach Foto und Namen aussortiert hätte. Das halte ich für zu optimistisch. Wer im Gespräch positiv überrascht wird, erklärt sich das meist mit dem Einzelfall und nicht mit den eigenen Maßstäben. Eine Haltung ändert sich nicht durch ein Verfahren, sondern erst dann, wenn die eigenen Denkmuster im Betrieb überhaupt einmal zum Thema werden. Ich persönlich halte eine Pflicht für alle Unternehmen für den falschen Weg. Für einen kleinen Betrieb, der im Jahr zwei Stellen besetzt, wäre die verpflichtende Anonymisierung aller Unterlagen vor allem zusätzlicher Verwaltungsaufwand. Sinnvoller wäre es, anonyme Bewerbungen zuerst dort verbindlich zu machen, wo besonders viele Bewerbungen eingehen — etwa in der öffentlichen Verwaltung und in großen Unternehmen — und zugleich die Auswahlgespräche nach festen, vergleichbaren Fragen zu führen. So wird die Auswahl fairer, ohne dass kleine Betriebe überfordert werden.