20 MINUTEN OFFEN - UND DIE BRUT IST NICHT MEHR DIESELBE!
Wabenwerkstatt
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20 MINUTEN OFFEN - UND DIE BRUT IST NICHT MEHR DIESELBE!
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Fünfunddreißig Grad Celsius – genau diese Temperatur halten Honigbienen im Brutnest mit erstaunlicher Präzision. Doch was passiert, wenn der Imker den Deckel öffnet und einen Rahmen nach dem anderen herausnimmt?
Schon wenige Minuten können ausreichen, damit warme Luft aus dem Brutraum entweicht und kalte Außenluft zwischen die Waben gelangt. Besonders an kühlen Frühlingstagen oder bei starkem Wind kann die Temperatur im oberen Brutbereich deutlich absinken. Die Bienen reagieren sofort: Sie rücken enger zusammen, erzeugen durch Muskelzittern zusätzliche Wärme und verbrauchen dabei wertvolle Energiereserven.
Das Problem ist nicht immer sofort sichtbar. Junge Larven und Puppen können nach einer Abkühlung äußerlich vollkommen normal erscheinen. Untersuchungen zeigen jedoch, dass ungünstige Temperaturen während der Entwicklung später die Orientierung, das Lernen und die Verarbeitung von Duftsignalen beeinflussen können.
In diesem Video erfährst du, warum lange Kontrollen für schwache Völker, Ableger und junge Brut besonders belastend sind. Wir vergleichen eine zwanzigminütige vollständige Durchsicht mit einer kurzen, gezielten Kontrolle. Außerdem zeigen wir, wie du Königinnenaktivität, Brutgesundheit und Schwarmstimmung erkennen kannst, ohne jeden einzelnen Rahmen lange außerhalb des Stocks zu halten.
Gute Imkerei bedeutet nicht, möglichst viel im Bienenstock zu bewegen. Sie bedeutet, genau zu wissen, wonach man sucht, schnell zu handeln und das Volk so wenig wie möglich zu stören.
Wie lange bleibt dein Bienenstock bei einer Kontrolle geöffnet? Schreib deine Erfahrungen in die Kommentare und abonniere den Kanal für weitere Videos über Bienengesundheit, Brutentwicklung und praktische Imkerei.