Die ganze Geschichte Kölns in 29 Minuten — nur der Dom blieb stehen
Lebendige Ruinen
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Lebendige Ruinen
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Die Geschichte Kölns erzählt von einer Stadt, die zweimal fast verschwand – und jedes Mal höher wiederkam als zuvor.
Alles beginnt am Rhein, wo die Ubier siedelten und Agrippina die Jüngere ihrer Geburtsstadt den stolzen Namen Colonia Claudia Ara Agrippinensium gab – die CCAA, aus der später die Metropole der Römer am Rhein wurde. Wer die Köln Geschichte verstehen will, muss dem Fluss folgen: durch das Mittelalter, als der Erzbischof und Kurfürst von Köln in der Schlacht von Worringen 1288 seine Macht verlor und die Bürger sich ihre Freie Reichsstadt erkämpften, hinein in die goldene Zeit der Hanse. In diesen Jahren zog der Dreikönigenschrein mit den Reliquien der Heiligen Drei Könige so viele Pilger an, dass ein Bau entstehen musste, der alles Bisherige übertraf: Meister Gerhard legte 1248 den Grundstein, entwarf im kühnen Riss F eine Gotik von schwindelerregender Höhe – und ließ ein Werk zurück, das nach dem Baustopp 1560 über drei Jahrhunderte als Ruine über der Stadt stand. Erst 1880 wurde der Kölner Dom vollendet und war für kurze Zeit das höchste Gebäude der Welt; wer ihn heute von innen sieht, spürt die lange Bauzeit in jedem Stein. Dann kam der Zweite Weltkrieg, und der Bombenkrieg verwandelte die alte Stadt in eine Trümmerstadt – rund 90 % zerstört im Jahr 1945, rund siebzig Bombentreffer am Dom, und doch stand er noch. Aus den Ruinen erhob sich der Wiederaufbau, das Domfest 1948 wurde zum Zeichen des Neubeginns, und heute trägt Köln den Titel UNESCO-Weltkulturerbe. Diese Köln Doku folgt dem Weg vom Leben im Mittelalter über das preußische 19. Jahrhundert bis in unsere Zeit – ein Stück deutsche Geschichte, erzählt am Schicksal einer einzigen Stadt.