Praxisimpulse zur Sprache: Inputstrategien
Fühlen Denken Sprechen - Grundschule
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Praxisimpulse zur Sprache: Inputstrategien
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Fühlen Denken Sprechen - Grundschule
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Kleine Veränderungen mit großer Wirkung: Dieses Video erklärt dir, wie du Kinder mit Sprachlehrstrategien beim sprachlichen Lernen unterstützen kannst. Wie dieses sogenannte Scaffolding im Grundschulalltag funktioniert, zeigen wir dir anhand von Beispielen, die auf realen Unterrichtssequenzen beruhen. Bild und Ton der Beispiele wurden mithilfe generativer KI erstellt.
Sprachlehrstrategien machen bestimmte Wörter und grammatische Formen für Kinder gezielt erfahrbar. So unterstützt du sie dabei, sprachliche Regelhaftigkeiten selbst zu entdecken und sich anzueignen. Wir stellen dir drei Gruppen vor:
• Input-Strategien: Du bietest wichtige grammatische Formen gezielt, wiederholt und deutlich an. So begegnen Kinder auch solchen Formen häufiger, die in alltäglichen Gesprächen eher selten vorkommen.
• Modellierungs- und Korrekturstrategien: Du greifst die Äußerungen der Kinder auf und formst sie beiläufig um, erweiterst oder korrigierst sie. Dadurch erhalten die Kinder unmittelbar im Gespräch Rückmeldungen zu ihrem Sprachgebrauch.
• Output-Strategien: Du regst Kinder durch unterschiedliche Frageformen zum Sprechen an. Offene und geschlossene Fragen stellen dabei unterschiedliche sprachliche Anforderungen. Zugleich machen Fragen den Bauplan der Sprache erfahrbar – etwa, wenn Satzbestandteile anders angeordnet werden als in einer Aussage.
Sprachlehrstrategien eignen sich für Kinder mit unterschiedlichen sprachlichen Voraussetzungen, auch für mehrsprachig aufwachsende Kinder. Du kannst sie den ganzen Schultag über einsetzen – im Unterricht ebenso wie am Nachmittag in der Ganztagsgrundschule. Die Förderung geschieht im gemeinsamen Gespräch ganz beiläufig, ohne zu belehren.
Der Zuwachs der Grammatikkenntnisse wurde im Projekt „Fühlen Denken Sprechen in der Grundschule" wissenschaftlich bestätigt (z. B. Hormann, Enzmann, Langlotz, von Salisch & Voltmer, 2026). Mit den Strategien kannst du auch zurückhaltende Kinder zum Sprechen ermutigen. Indem du die Aufmerksamkeit wertschätzend auf sprachliche Details lenkst, unterstützt du zudem den Erwerb schrift- und bildungssprachlicher Fähigkeiten.
Probiere die Sprachlehrstrategien im Alltag aus und beobachte, was sich verändert! Vielleicht nutzt du einige bereits, ohne es zu wissen? Deine Erfahrungen interessieren uns – schreib sie gern in die Kommentare!
Zur Verwendung generativer KI
Alle Beispiele für die Sprachlehrstrategien beruhen auf realen Unterrichtssequenzen. Bild und Ton wurden mithilfe generativer KI erstellt; es handelt sich nicht um Originalaufnahmen aus dem Unterricht. Wir haben die Nutzung von KI im Projekt kritisch diskutiert. Entscheidend ist für uns ein reflektierter und verhältnismäßiger Einsatz. Dazu gehört auch, auf KI zu verzichten, wenn ihr Einsatz nicht angemessen erscheint. Unsere Entscheidung beruht auf der Frage, wie sich dieses Projekt realisieren lässt: Herkömmliche Drehs hätten in unserem Fall die Arbeit mit Kinderschauspieler und die Berücksichtigung entsprechender Arbeits- und Datenschutzvorgaben erfordert. Vor diesem Hintergrund halten wir die Erstellung und Nutzung von KI-Inhalten für diese Lehrvideos für verhältnismäßig. Zugleich sehen wir darin einen Anlass zur Medienreflexion: Reale Aufnahmen und KI-generierte Videos unterscheiden und ihre Entstehung kritisch hinterfragen zu können, ist eine wichtige Herausforderung für die Medienkompetenz. Deshalb machen wir den Einsatz von KI ausdrücklich kenntlich.
Key words: Praxisimpuls, Sprachlehrstrategien, Input-Strategien, Modellierungs-Strategien, Output-Strategien, Sprachentwicklung, Spracherwerb
Literatur:
Hormann, O. (2024). Dialoge und Sprachlehrstrategien: Alternative Ansätze zur Erklärung frühkindlicher Sprachentwicklung – Ergebnisse einer Interventionsstudie. Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 27, 1141–1185. doi: 10.1007/s11618-024-01247-2
Voltmer, K. & Salisch, M. v. (2022). The Feeling Thinking Talking Intervention with Teachers Advances Young Children’s Emotion Knowledge. Social Development, 31(3), 846- 861. DOI:10.1111/sode.12586
Hormann, O., Voltmer, K. & Salisch, M. von (2025). It takes two to tango: How teacher-child-interactions help advance children’s emotion knowledge. Frontiers of Psychology, 16:1622163. DOI: 10.3389/fpsyg.2025.1622163 🔓
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Fühlen Denken Sprechen: Alltagsintegrierte Sprachbildung in Kindertagesstätten. Buch kostenfrei herunterladbar unter: https://www.waxmann.com/index.php?eID=down...
Website Prof. Miriam Langlotz: https://www.uni-kassel.de/fb02/institute/g...