Kalkar: Warum Deutschland sein fertiges Atomkraftwerk nie einschaltete
Vergessene Giganten
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Kalkar: Warum Deutschland sein fertiges Atomkraftwerk nie einschaltete
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Am Niederrhein steht ein Kernkraftwerk, das fertig gebaut wurde und trotzdem nie einen einzigen Tag Strom geliefert hat. Der Schnelle Brüter SNR-300 in Kalkar sollte Deutschlands Einstieg in eine neue Reaktorgeneration werden: ein natriumgekühlter Reaktor, der mehr spaltbares Material erzeugt, als er verbraucht. Am Ende kostete er rund 7 Milliarden D-Mark und wurde nie in Betrieb genommen.
In diesem Video verfolgen wir die ganze Geschichte: den Baustart in den 1970ern, die Massenproteste, die explodierenden Kosten, den jahrelangen Genehmigungsstreit zwischen Bund und Land Nordrhein-Westfalen, den Schock von Tschernobyl und schließlich das offizielle Aus im Jahr 1991. Und wir schauen, was heute aus der Anlage geworden ist: ein Freizeitpark, in dem man im Kühlturm Karussell fährt.
Wie konnte ein Milliardenprojekt so enden, und was sagt Kalkar über die deutsche Atompolitik bis heute?