Oberigling (LL) Plenum der Pfarrkirche St. Peter und Paul
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Oberigling zählt zu einigen Dörfern westlich des Lech, die zum Kreis Landsberg und damit zu Oberbayern gehören.
Die Pfarrkirche St. Peter und Paul weist aber künstlerisch Einflüsse der schwäbischen Nachbarschaft auf. So sind Turm und Chor von Michael Stiller aus Ettringen 1724 erbaut und stuckiert worden. Die Flachkuppel im Chor ist ein Element, das nach der Einführung aus dem Veneto durch J.J. Herkomer unter seinen Schülern und Nachfolgern in Augsburg und bayerisch Schwaben sehr beliebt wurde. Sie ist hier ausgemalt von Joh. Andreas Bergmüller aus Türkheim, dessen dortige Verwandte eine berühmte Altarbauwerkstatt führten, die auch die Oberiglinger Altäre lieferte. Im Zentrum des Hochaltars befindet sich das Gnadenbild Maria Trost, seitlich Figuren der Kirchenpatrone. An den Seitenaltären gibt es Figuren vom Landsberger Johann Luidl.
Das Langhaus stammt hauptsächlich von 1829 und wartet mit einem etwas ungelenken Deckenbild des Apostelabschieds auf, 1853 von Karl Vorhölzer. Oberigling war Hofmark und hat auch ein Schloss, so birgt die Kirche einige Grabdenkmäler der Herrschaft von Donnersberg seit der Renaissance.
Im Turm hängen 4 Euphonglocken, die Karl Czudnochowsky 1949 in Erding gegossen hat. Sie haben die Töne es' - ges' - as' - b' und läuten hier an einem Freitag um 11 Uhr.
(Text, Fotos und Video: arnoldusglocke)