Segelfliegen auf Deutschlands gefährlichstem Flugplatz- er war einfach zu nah an der Grenze zur DDR.
Dr.saxmo Lauter
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Segelfliegen auf Deutschlands gefährlichstem Flugplatz- er war einfach zu nah an der Grenze zur DDR.
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Werner Mansows fliegender Campingplatz!
Heute der Luftsportverein Grambeker Heide eV hieß vor 2021 BLCL und war eigentlich ein Berliner Segelflug Club.
Immer wenn Werner Mansow gleich nach dem Start eine lange Rechtskurve flog, war die Grenze zur DDR zu sehen. Flog er dann mit seinem Segelflugzeug nicht eine weitere scharfe Kurve, wurde es gefährlich, dann war er über dem Territorium der DDR. "Da musste man verdammt aufpassen. Einer unserer Piloten musste damals in der DDR notlanden", sagt er. Werner Mansow lebte ein Leben für den Segelflugsport.
"Dieses Segelfliegen ist Teamwork", sagt er und schaut stolz auf die Flugzeuge im Hangar. Seit 1961 gibt es diesen kleinen Segelflugverein "BLCL" bei Mölln. Ein Verein, der eigentlich nicht dort hingehört und doch hier sein Zuhause gefunden hat. Aus der Not geboren, weil niemand in West-Berlin damals mit einem Segelflugzeug abheben durfte. So fuhren die Segelflugbegeisterten jedes Wochenende über die Transitstrecke durch die DDR nach Mölln und wohnten dort in Campingwagen oder im Vereinsheim, einem ehemaligen Munitionslager. Das ist bis heute so. Jedoch sind längst nach der Wende viele der Flieger in der Grambeker Heide sesshaft geworden, haben sich in der Nähe ein Häuschen gekauft, Arbeit oder Frau gefunden, und sind so Norddeutsche geworden. "Ja, meine Frau kommt ja auch von hier", sagt Werner Mansow und fährt zum Essen nach Hause.
Seit vielen Jahren wohnt er schon hier, knapp einen Kilometer vom Flugplatz entfernt. Damals in den Sechzigern erzählt er, war er stolz, als er seinen ersten Campingwagen auf den Platz schob.
Werner Mansow starb leider 2022 mit 97 Jahren.