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Koordinationsstörung und ADHS, Sprache, Lesen, Autismus: Oft nicht allein

Autismus verstehen

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Koordinationsstörung und ADHS, Sprache, Lesen, Autismus: Oft nicht allein

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Autismus verstehen
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Eine Koordinationsstörung (Dyspraxie) kommt oft nicht allein. Am häufigsten ist ADHS: In Studien hat etwa jedes zweite Kind mit einer Koordinationsstörung auch ADHS, und umgekehrt hat etwa die Hälfte der Kinder mit ADHS deutliche Mühe mit der Bewegung (Zahlen meist aus Kliniken, in Schulen etwas tiefer). Die beiden lassen sich leicht verwechseln. Auch Sprachentwicklungsstörungen (etwa ein Drittel der Kinder mit einer Sprachentwicklungsstörung hat auch eine Koordinationsstörung), Lese- und Rechtschreibstörungen und Mühe beim Rechnen sind häufiger. Bei Autismus ist die Richtung wichtig: Viele autistische Kinder haben deutliche Mühe mit der Bewegung, aber mehr als neun von zehn Kindern mit einer Koordinationsstörung haben keinen Autismus. Darum empfehlen die Fachleute, bei der Abklärung auch Verhalten, Aufmerksamkeit, Sprache und Lernen anzuschauen; mehrere Diagnosen nebeneinander sind ausdrücklich erlaubt, damit jeder Bereich die passende Hilfe bekommt. Das Beispiel im Video (Mädchen in der dritten Klasse) ist erfunden. Dieses Video ersetzt keine Abklärung und keine Beratung. Die Diagnose stellt eine Ärztin oder ein Arzt. Anlaufstellen: die Kinderärztin oder der Kinderarzt; die Psychomotorik deines Kantons; der Schulpsychologische Dienst. Zu den einzelnen Themen gibt es eigene Reihen: «ADHS verstehen», «Autismus verstehen», «Lernstörungen verstehen». Die Stimme ist künstlich erzeugt. KAPITEL 0:00 Die Frage 0:28 ADHS 0:55 Leicht zu verwechseln 1:21 Sprache 1:45 Lesen und Rechnen 2:10 Autismus 2:37 Warum das wichtig ist 3:03 Ein Beispiel 3:30 Was hilft 3:59 Zusammengefasst 4:32 Mehr davon QUELLEN Blank R, Barnett AL, Cairney J u. a. (2019), EACD-Empfehlungen (Volltext: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles... ADHS «Several studies – mostly examining clinical samples – suggest a rate of 50% or higher»; Kadesjö und Gillberg: «about half of those diagnosed with DCD and half of those diagnosed with ADHD have combined problems»; Pratt und Hill 50–60 %; Miyahara u. a.: in klinischen Gruppen 55 % und 54 %, in Schulgruppen 35 %; Hinweis zu Empfehlung 3: «A child with ADHD might appear to have movement problems, which are in fact caused by impulsivity and/or inattention»; Sprache: «DCD is present in about one-third of children with specific language impairment», «At kindergarten/preschool age, motor problems seem to be associated with language and communication difficulties»; Lesen/Schreiben: «The presence of DCD and reading and/or writing disorders have been known for a long time», Mühe mit Zahlenaufgaben; Autismus: «79% of children diagnosed with an ASD having definite movement impairments consistent with DCD», «a comorbidity of ASD was found in 10 out of 122 children with severe DCD», «more than 90% of children with DCD have no ASD»; Empfehlung 14: «dual or multiple diagnoses including DCD and any other disorder be given when appropriate»; Abschnitt 4.2.4: «A behavioural and cognitive evaluation is recommended for all children with DCD»; Empfehlung 7 (klinische Untersuchung: andere Entwicklungsstörungen und psychischer Status) AWMF, Elternleitlinie UEMF (2020; Link in Folge 02): Begleitstörungen (Sprachentwicklungsstörungen, Lese-Rechtschreibstörungen, ADHS, autistische Störungen, S. 5 und 8), motorische Schreibstörung von Rechtschreibstörung unterscheiden, «Beide können jedoch kombiniert vorkommen» (S. 8); Schreiben: «sich zu sehr auf den motorischen Vorgang … konzentrieren muss und dann nicht mehr überlegen kann» (S. 6) WHO, ICD-11 6A04 (siehe Folge 00) #Dyspraxie #Koordinationsstörung #ADHS #Autismus #Legasthenie #Eltern #Schweiz