Die 11 BESTEN Elektrostaten aller Zeiten (fast jede Firma ging daran pleite)
Funkstille
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Die 11 BESTEN Elektrostaten aller Zeiten (fast jede Firma ging daran pleite)
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Funkstille
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Am zweiten Juni neunzehnhundertneunundfünfzig legt eine deutsche Firma in Frankfurt am Main ein Blatt Papier vor, das einen neuen Lautsprecher erklärt. Flach wie ein Bild. Dahinter kein einziger Magnet. Die Firma kennt heute jedes Kind. Diesen Lautsprecher kennt fast niemand: etwa fünfhundert Paare wurden gebaut, dann war Schluss.
In diesem Video geht es um elf Lautsprecher, die ohne Magnet und ohne Schwingspule funktionierten. Statt Papierkonus und Magnetantrieb arbeitet in ihnen eine Folie, dünner als ein menschliches Haar, aufgespannt zwischen zwei festen Gittern und geladen mit mehreren tausend Volt. Das Ergebnis war ein Klang, über den Leute fünfzig Jahre später noch schreiben: Stimmen und einzelne Instrumente so nah an der Wirklichkeit, dass Besitzer von einem Schock sprechen, wenn sie das erste Mal davorsaßen.
Der Preis dafür war immer derselbe. Dünner Bass, teure Übertrager, Kleinserie, Handarbeit. Und am Ende fast immer dasselbe Schicksal: Konkurs, Verkauf der Rechte, Tod des Gründers, Fertigungswerkzeuge, die in ein anderes Land wandern.
Die Liste geht quer durch die Welt und quer durch sieben Jahrzehnte. Ein Mann am Niederrhein, der bis heute jede Folie selbst spannt. Ein Holländer, der dreißig Jahre lang stur bei der Folie blieb, während alle anderen mit Magneten Geld verdienten. Eine deutsche Marke, deren Gründer mitten im Erfolg stirbt und deren Rechte Jahre später ein Käufer aus der Konkursmasse holt. Eine englische Legende, deren Produktionswerkzeuge heute in der deutschen Eifel stehen, sodass der berühmteste Elektrostat der Welt inzwischen eine deutsche Postadresse hat.
Dazu die Radikalen: Kanadier, die ihre Panels in einen geschlossenen Beutel sperrten und mit Gas füllten, damit die Spannung höher darf, ohne dass ein Funke überschlägt. Ein Amerikaner, der bei einem Rüstungskonzern Radar entwickelte, im Konzertsaal saß und danach beschloss, dass ein gewöhnlicher Lautsprecher die Musik grundsätzlich nie wiedergeben kann. Eine Firma aus Florida, die den Verstärker gleich in den Lautsprecher baute und fünf Jahre Garantie darauf gab, dass man die Panels nicht kaputtspielen kann.
Und mittendrin ein Konstrukteur, der das ganze Prinzip erst brauchbar gemacht hat, im Krieg, für die Marine, weil er eine Schallquelle für Messungen brauchte, die nicht verzerrt. Zwei Einträge dieser Liste gehen auf ihn zurück. Einer davon trägt seinen Nachnamen, und ausgerechnet dieser Name wurde ihm neunundfünfzig weggekauft.
Auf dem zweiten Platz steht eine japanische Firma, die das Problem der ganzen Liste dadurch gelöst hat, dass sie die Tafel geschrumpft hat, bis sie ans Ohr passte. Und auf dem ersten Platz steht der Lautsprecher aus der Szene vom Anfang, gestaltet von einem der berühmtesten Designer des Landes, gebaut in Lizenz, verkauft in nur drei Ländern, und heute in der Sammlung eines New Yorker Museums.
Wo die Quellen sich widersprechen, sage ich das im Video. Bei einigen dieser Geräte weiß man nicht einmal sicher, wie lange sie überhaupt gebaut wurden.
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