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Was Bergleute 1902 Bei Dresden Fanden — Warum Die Strecke Nach Neun Tagen Abgedämmt Wurde

Verlorene Zeiten Archiv

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Was Bergleute 1902 Bei Dresden Fanden — Warum Die Strecke Nach Neun Tagen Abgedämmt Wurde

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Im Oktober 1902 lässt sich ein Steiger des Königlich Sächsischen Steinkohlenwerks Zauckerode an einem Seil durch ein Loch in der Sohle einer Kohlenstrecke hinab. In der Kammer darunter liegt eine fast achtzehn Meter lange Maschine: an beiden Enden spitz, mit einem Kranz aus Vierkantstäben und drei Zahnringen, kälter als die Luft um sie herum. Neun Tage später wird die Strecke abgedämmt. Drei Jahre zuvor, im Juni 1899, hat ein Dorfschullehrer in Coschütz auf einem Fragebogen notiert, was ein vierundachtzigjähriger Auszügler über die Heidenschanze erzählte: von einem Ding mit zwei Köpfen, Pfählen um den Leib und drei Kammrädern, das unter der Kohle liegen geblieben sei, mit dem Kopf zur Schanze. Das Blatt wurde nie gedruckt. Dieser Film legt beide Aufzeichnungen nebeneinander: das Schichtenbuch, die Kompassrichtung, den Bericht eines Berginspektors von 1923, den Grubenriss von 1924 und ein Tonband von 1974 auf der einen Seite, den Fragebogen auf der anderen. Die nüchternen Erklärungen kommen vollständig zu Wort: die Einstufung der Direktion, der alte Bergbau im Tal, die Schwächen jeder einzelnen Quelle. Wenn es nicht vergessen, sondern hingelegt wurde: Wer sollte es wieder holen? Diese Dokumentation stützt sich auf historische Aufzeichnungen, archäologische Forschung und lokale mündliche Überlieferung. Sie stellt belegte Befunde neben Fragen, die bis heute offen sind. Wo sich die Darstellungen unterscheiden, werden beide gezeigt. Nichts davon wird als abschließendes Ergebnis behauptet. #Bergbau #Dresden #Sachsen