Warum 108 Milliarden DDR-Mark in einem Berg vergraben wurden
ERDREICH
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Warum 108 Milliarden DDR-Mark in einem Berg vergraben wurden
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108 Milliarden Mark der DDR, rund 620 Millionen Geldscheine, Reiseschecks und Sparbücher wurden nach der Wiedervereinigung in zwei Stollen bei Halberstadt eingelagert. Hinter Stahlbeton und mehr als tausend Kubikmetern Kiessand sollte das Geld dauerhaft verschwinden und im feuchten Berg von selbst verrotten.
Doch neun Jahre später tauchten bei Sammlern plötzlich fabrikneue 200- und 500-Mark-Scheine auf – Banknoten, die in der DDR niemals ausgegeben worden waren. Unbekannte waren durch Lüftungsschächte in die Anlage eingedrungen und hatten die angeblich für immer verschlossenen Geldlager geplündert.
Warum wurde das Bargeld eines ganzen Staates in einem Berg versteckt? Wie konnten Menschen die Betonwände überwinden? Wem gehörte Geld, das absichtlich zur Vernichtung eingelagert worden war? Und wie viele Scheine wurden tatsächlich aus den Stollen getragen?
Hinter dem ungewöhnlichen Geldversteck liegt außerdem die dunkle Geschichte des unterirdischen Komplexes „Malachit“. Das Stollensystem wurde 1944 von Häftlingen des Konzentrationslagers Langenstein-Zwieberge errichtet. Mehr als 1.700 Menschen starben während der Arbeiten.
Dieses Video erzählt, wie aus dem Geld der DDR erst Abfall, dann Diebesgut und schließlich Schlacke für den Straßenbau wurde – und warum der Berg bei Halberstadt bis heute zugleich Tatort und Erinnerungsort ist.
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