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Warum niemand weiß, wie viele Löcher unter uns liegen

ERDREICH

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Warum niemand weiß, wie viele Löcher unter uns liegen

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ERDREICH
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Im März 2026 geht ein Mann in Essen-Heidhausen durch seinen Garten. Der Boden wird weich, hinter ihm klatscht es, und wo er eben noch gegangen ist, liegt ein Loch — schwarz bis unten hin. Solche Löcher gibt es in Nordrhein-Westfalen jedes Jahr 90 bis 130. Rund 31.000 verlassene Tagesöffnungen hat die Bergbehörde bisher aus alten Unterlagen ermittelt; geschätzt werden etwa 60.000. Allein im Ruhrgebiet spricht der Geologische Dienst von mehr als 20.000 UNBEKANNTEN Tagesöffnungen. Betroffen sein können rund 600 km² Landesfläche und etwa jede zweite Kommune des Landes. Dieses Video erzählt, warum ein Land, das seine Oberfläche auf 1 bis 2 Millimeter genau vermisst, bei dem, was ein paar Meter tiefer liegt, mit den Schultern zucken muss; wie in Siegen 1.000 Kubikmeter Beton wirkungslos im Untergrund verschwanden, weil niemand die Form des Hohlraums kannte; warum die Pflicht, ein Grubenbild zu führen, erst 1868 entstand; und warum sich bis heute nicht feststellen lässt, wie viele dieser Karten in den Kriegen verlorengingen. Grundlage sind Veröffentlichungen der Bezirksregierung Arnsberg als Bergbehörde des Landes, des Geologischen Dienstes NRW und eine Antwort der Landesregierung an den Landtag (Drs. 17/1407), dazu Berichterstattung von WDR, SPIEGEL, WAZ und Radio Essen, ein Praxishinweis der Architektenkammer NRW sowie Forschungsarbeiten des Deutschen Bergbau-Museums und der LWL-Archäologie. Wo die Angaben auseinandergehen — bei der Zahl der jährlichen Tagesbrüche, bei den Kosten der Sanierung in Mülheim, bei der Zahl der Betroffenen in Essen-Freisenbruch — wird das im Film gesagt und nicht geglättet. Wie viele Grubenbilder verlorengingen und unter welchen Umständen, ist nicht überliefert; der Film behauptet es nicht. Für dieses Video wurden KI-gestützte Visualisierungen verwendet, darunter das Titelbild. Sie zeigen reale Orte und Vorgänge, sind aber keine Fotografien.