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Apfel-Schock: Was ein Apfel wirklich mit deinem Cholesterin macht

Küchenlabor

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Apfel-Schock: Was ein Apfel wirklich mit deinem Cholesterin macht

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Ein Apfel mit Schale und ein Glas klarer Apfelsaft: Auf beidem steht Apfel, und dein Cholesterin behandelt sie nicht gleich. In einem randomisierten Versuch aßen Erwachsene mit leicht erhöhtem Cholesterin acht Wochen lang zwei Äpfel am Tag, mit Schale, ohne Kerngehäuse, dreihundertvierzig Gramm gewogen; in einem anderen Abschnitt bekamen dieselben Menschen ein Apfelgetränk mit Zucker. Am Ende lag der LDL-Wert nach den Äpfeln knapp fünfeinhalb Milligramm pro Deziliter unter dem Wert nach dem Getränk. Wenig, aber gemessen, an der ganzen Frucht. Der Stoff dahinter heißt Pektin, eine Faser aus der Zellwand, die im Darm quillt und einen Teil der Gallensäuren festhält; die europäische Lebensmittelbehörde hat seine Funktion anerkannt, mit einer Bedingung, die kein Apfelteller erfüllt. Und die Form, die im direkten Vergleich schlechter abschnitt, steht in fast jedem Getränkeregal: klarer Saft. Was Pektin in dir tut und was nicht: Die europäische Lebensmittelbehörde erkennt an, dass Pektine zur Aufrechterhaltung eines normalen Cholesterinspiegels beitragen, unter der Bedingung von sechs Gramm Pektin am Tag (EFSA Journal, zweitausendzehn, bestätigt zweitausendsiebzehn). Die Tagesportion des Apfelversuchs enthielt knapp vier Gramm lösliche Faser, und lösliche Faser ist nicht gleich Pektin. Der Weg über die Gallensäuren ist eine Erklärung der Faserwirkung; im Apfelversuch wurde er nicht verfolgt. Was am Menschen mit der ganzen Frucht gemessen wurde: Randomisiert, gekreuzt, vierzig Personen mit beiden Formen, LDL bei achtunddreißig ausgewertet; zwei Renetta Canada am Tag gegen ein Apfelsirup-Getränk mit Zuckerzusatz, je acht Wochen; Endwerte drei Komma zweiundsiebzig gegen drei Komma sechsundachtzig Millimol pro Liter (Koutsos und Kollegen, American Journal of Clinical Nutrition, zweitausendzwanzig; AGER, Fondazione Edmund Mach, EU Horizon 2020; Äpfel vom Consorzio Melinda; keine Interessenkonflikte erklärt). In einer kleineren Nebenauswertung derselben Sorte gegen Cornflakes gab es bei den Nüchtern-Blutfetten keinen gesicherten Unterschied (Alzoufairi und Kollegen, European Journal of Nutrition, zweitausendfünfundzwanzig). Warum die Form zählt: Dreiundzwanzig gesunde Erwachsene durchliefen je vier Wochen fünf Formen, ganze Äpfel, Trester, klaren Saft, trüben Saft und nichts davon; nach dem klaren Saft lag das LDL schlechter als nach ganzen Äpfeln und Trester (Ravn-Haren und Kollegen, European Journal of Nutrition, zweitausenddreizehn; EU-Mittel). Der Test in deiner Küche ist ein leerer Teller auf der Waage, die Tara-Taste und Apfelstücke mit Schale bis dreihundertvierzig Gramm, mit einer klaren Regel für zu wenig und für zu viel. Der zweite Test ist eine Flasche vor der Küchenlampe. Und der häufigste Fehler kommt von Leuten, die schon informiert sind: Sie rechnen naturtrüben Saft als Apfel, oder sie werfen den geschälten Apfel und das Mus weg, als wäre nichts mehr drin. Transparenz: Der LDL-Unterschied ist der Abstand zwischen zwei Endwerten nach acht Wochen, gemessen an einer Sorte mit einem Zuckergetränk als Vergleich; er ist kein Versprechen für jede Sorte oder jede Person, und ein zweiter Versuch fand keinen gesicherten Unterschied. Die Bedingung der Behörde von sechs Gramm Pektin erfüllt die Portion nicht. Weder die Schale noch das Pektin allein wurden als Ursache isoliert. Klarer Saft enthält fast kein Pektin mehr, nicht null in jeder Flasche. Preise wurden nicht geprüft. Nach diesem Video ist Apfel für dich kein Wort auf der Zutatenliste mehr, sondern eine Form: ganz, mit Schale, gewogen. Abonniere Küchenlabor für die Mechanik hinter alltäglichen Lebensmitteln. Das Etikett sagt dir, was drin ist. Wir sagen dir, was es in dir macht. Hinweis: Dieses Video dient der Wissensvermittlung und ersetzt keine ärztliche Beratung. Wer Medikamente gegen erhöhtes Cholesterin nimmt, nimmt sie weiter und bespricht Änderungen mit der Ärztin oder dem Arzt. #Küchenlabor #Apfel #Cholesterin #Pektin #LDL #Ballaststoffe #Apfelsaft #Ernährungswissenschaft #Lebensmittelwissen #Küchenwissen Kapitel: 0:00 LDL nach acht Wochen 0:12 Äpfel gegen Apfelgetränk 0:23 Was beim Pressen zurückbleibt 0:34 Die ganze Frucht 0:51 Kauen gegen Schlucken 1:03 Das Gerüst im Bissen 1:18 Pektin nimmt Wasser auf 1:31 Gallensäuren auf dem Rückweg 1:42 Der Wollschal im Spülwasser 2:03 Die Pektinbedingung der EFSA 2:23 Wer den Apfelversuch bezahlt 2:42 Renetta Canada auf der Waage 2:59 Zwei Endwerte im Vergleich 3:23 Bevor die Schale fällt 3:34 Polyphenole unter der Lupe 3:59 Darmbakterien bauen weiter um 4:15 Der Eintopf als Ganzes 4:29 Mehr Polyphenole ohne Zusatznutzen 4:50 Was beim Klären verschwindet 5:13 Klarer Saft im LDL-Vergleich 5:39 Geschält und trotzdem Ballaststoff 6:07 Obst ersetzt keine Tabletten 6:24 Erster Schritt: der Einkauf 6:46 Brett und Waage entscheiden 7:12 Apfelstücke über den Tag 7:34 Naturtrüb bleibt trotzdem Saft 7:54 Vom Flaschenwort zur Fruchtform 8:30 Die Flasche vor der Lampe 8:52 Nächste Woche: Erdnussbutter