Kreislaufwirtschaft: Neue Geschäftsmodelle für die Zukunft der Elektronik
beyond economy
0:00 / 0:00
Kreislaufwirtschaft: Neue Geschäftsmodelle für die Zukunft der Elektronik
4 просмотра · 3 дн. назад
beyond economy
92 подписчика
4 просмотра · 3 дн. назад
René Bauer von Siemens
In dieser Episode des beyond economy podcasts spricht Michael Schwienbacher mit René Bauer, der bei Siemens an zukünftigen Geschäftsmodellen arbeitet und sich intensiv mit Kreislaufwirtschaft beschäftigt. Im Mittelpunkt steht die Frage, warum Circular Economy in der Elektronikbranche schon bis 2035 ein zentraler Teil der Wirtschaft sein kann. Die Episode zeigt, wie Verantwortung, Resilienz und ökonomische Transformation zusammenspielen.
René Bauers Weg zur Kreislaufwirtschaft
René beschreibt seinen Weg von der Geschäftsführung in der Projektentwicklung zu Siemens. Dort baute er zunächst den Nachhaltigkeitsbereich auf und begleitete Projekte zu Produktdesign, Kreislauffähigkeit, Regulatorik, Finanzmarktreporting und Kommunikation. Heute entwickelt er neue Geschäftsmodelle. Kreislaufwirtschaft ist für ihn eine Brücke zwischen finanziellen und nachhaltigen Zielen und eine Chance, unternehmerisch auf Veränderungen zu reagieren.
Warum Kreislaufwirtschaft schneller kommt als viele denken
René erwartet, dass Kreislaufwirtschaft in der Elektronikwelt bereits 2035 ein wesentlicher Bestandteil der Wirtschaft sein wird. Dafür sieht er mehrere Treiber: resiliente Lieferketten, geopolitische Unsicherheiten, Anforderungen von Regulatorik und Finanzmärkten sowie die notwendige Senkung von Scope 3-Emissionen. Auch die Preisentwicklung bei Kupfer, Silber und Gold kann kreislauffähige Geschäftsmodelle wirtschaftlich attraktiver machen.
Nachhaltigkeit und messbare Standards
Michael und René hinterfragen, was Nachhaltigkeit bedeutet und warum der Begriff häufig oberflächlich verwendet wird. René versteht darunter Prozesse und Geschäfte, die zum Nutzen aller funktionieren und Dritten keinen Schaden zufügen. Eine wichtige Rolle spielen für ihn die wissenschaftsbasierten SBTi-Ziele. Sie geben Unternehmen Orientierung für messbare Klimastrategien und können helfen, Nachhaltigkeit vergleichbarer zu machen. Zugleich sieht er im System weiterhin Schwächen und Kritikpunkte.
Klimawandel, Zuversicht und Verantwortung
Die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels zeigen sich für René unter anderem in Versicherungsprämien, der Rückversicherung und steigenden Schäden durch Extremwetter. Er verweist auf messbare Auswirkungen, die Unternehmen bereits betreffen. Gleichzeitig wirbt er für Zuversicht und einen stärkeren Blick auf Chancen. Europa könne mit seinem Wissen, seinen Prozessen und seiner Industriekompetenz neue Geschäftsfelder erschließen, wenn es die Transformation aktiv gestaltet.
Neue Geschäftsmodelle, Robotik und KI-Agenten
Große Potenziale sieht René in Plattformmodellen, datenbasierten Services und Ökosystemen rund um Kreislaufwirtschaft. Der Übergang von linearen zu kreislauffähigen Prozessen erfordert neue Partner, Technologien und Abläufe. Konkrete Beispiele sind Recycling-Partnerschaften, die Zustandsbewertung zurückgegebener Produkte und robotergestütztes Zerlegen. Auch KI-Agenten und Robotik kommen laut René im Unternehmen bereits zum Einsatz und steigern die Produktivität.
Transformation als Gestaltungsaufgabe
René betrachtet Nachhaltigkeit als wirtschaftliche und gesellschaftliche Gestaltungsaufgabe. Sein Blick auf Deutschland und Europa bleibt optimistisch, wenn Chancen erkannt und konsequent genutzt werden. Für das beyond economy Movement liefert die Episode einen klaren Impuls: Transformation gelingt, wenn Verantwortung, Technologie und unternehmerisches Handeln zusammenkommen.
▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬
Die dritte Ausgabe des beyond economy Festivals findet am 28. Oktober 2026 in dem House of Communications in München statt.
Informationen ➡ https://www.beyond-economy.eco/
Tickets ➡ https://www.beyond-economy.eco/tickets
▬ Social Media ▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬▬
LinkedIn ➡ / beyond-economy
TikTok ➡ / beyondeconomy_movement
Instagram ➡ / beyondeconomy_movement