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"Ladekonzepte für Truck-Elektrifizierung und Logistik-Anwendungen" – Markus Hackmann, P3 Group

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"Ladekonzepte für Truck-Elektrifizierung und Logistik-Anwendungen" – Markus Hackmann, P3 Group

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Wie lassen sich elektrische Lkw schneller und wirtschaftlicher auf die Straße bringen? Markus Hackmann, Geschäftsführer der P3 Group, blickt in seinem Vortrag bei electrive LIVE auf Technologien und Geschäftsmodelle, die den Truck-Charging-Markt in den kommenden Jahren prägen könnten – von intelligent vernetzten Depots bis zum Batteriewechsel für schwere Nutzfahrzeuge. Das Depot bleibt für Hackmann zunächst das Fundament der Elektrifizierung. Entscheidend seien jedoch keine isolierten Ladesäulen, sondern ganzheitliche und modular erweiterbare Systeme aus Ladeinfrastruktur, Energiemanagement, lokaler Stromerzeugung, Batteriespeichern und Flottensteuerung. Besonders großes Potenzial sieht er in geöffneten oder gemeinschaftlich genutzten Depots: Freie Ladefenster könnten zusätzliche Erlöse bringen, während Logistiker ohne eigene Investitionen Zugang zu Ladeinfrastruktur erhalten. Dabei entscheidet nicht allein die installierte Leistung über den Erfolg. Eine hohe Auslastung, niedrige Stromkosten und zuverlässige Ladevorgänge werden zum wirtschaftlichen Schlüssel. „Am Ende dürfen nicht mehr einer von fünf Ladeversuchen scheitern, sondern vielleicht einer von 50“, fordert Hackmann. Durch intelligentes Lastmanagement und eine optimierte Energieversorgung seien bei großen Flotten über mehrere Jahre Einsparungen von Hunderttausenden Euro möglich. Kritisch beleuchtet Hackmann das in Deutschland vorangetriebene Durchleitungsmodell. Dabei nutzt ein Logistiker seinen eigenen Stromvertrag auch an öffentlichen oder fremden Ladepunkten. Das könnte die Ladepreise senken und den Wettbewerb verändern – muss sich in der Praxis aber erst noch beweisen. Hackmann warnt vor einer weiteren regulatorischen „Sonderlocke made in Germany“, die Infrastrukturbetreiber abschrecken oder eine europäische Skalierung erschweren könnte. Technologisch richtet sich der Blick zugleich auf Ladeleistungen jenseits von einem Megawatt. Fortschritte bei Batteriezellen, Kühlung und Stromstärken könnten die Standzeiten schwerer E-Lkw deutlich verkürzen. Voraussetzung bleiben allerdings leistungsfähige Netzanschlüsse und ein flächendeckendes MCS-Ladenetz. Als ergänzende Lösung bringt Hackmann schließlich das Batterie-Swapping ins Spiel. Gerade bei großen Depots, begrenzten Netzkapazitäten oder festen Hub-to-Hub-Verkehren könnten wechselbare Batterien die Fahrzeugverfügbarkeit erhöhen und Lastspitzen im Stromnetz reduzieren. Einen Ersatz für das klassische Laden sieht er darin nicht – wohl aber einen zusätzlichen Baustein für Anwendungen, bei denen Netzausbau und Flächenrestriktionen die Elektrifizierung sonst verzögern. Der Vortrag zeigt, wie eng Fahrzeugtechnik, Ladeinfrastruktur, Energieversorgung und neue Geschäftsmodelle künftig zusammenspielen müssen – und warum sich die Elektrifizierung der Logistik nicht mit einer einzigen Standardlösung beschleunigen lässt. Gesprochen hat Markus Hackmann bei der 55. Online-Konferenz für Elektromobilität zum Thema "Elektro-Lkw in der Logistik" am 15. Juli 2026. #eLkw #Logistik #eTruck #TruckCharging #elektrolkw +++ Folgt uns auch auf +++ LinkedIn:   / electrive   Facebook:   / electrive.net   Instagram:   / electrive   Bluesky: https://bsky.app/profile/electrive.net Webseite: https://www.electrive.net/ +++ Angebote von electrive +++ Newsletter: https://www.electrive.net/newsletter/ Aktuelle Termine: https://www.electrive.net/terminkalen... Jobmarkt: https://www.electrive.net/jobs/ Studienführer: https://www.electrive.net/studien/