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Schuhbecks Gewürzwissen: Rosmarin

Alfons Schuhbeck

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Schuhbecks Gewürzwissen: Rosmarin

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Alfons Schuhbeck
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#Kräuter #Gewürze #Rosmarin ROSMARIN - ROSMARINUS OFFICINALIS Es heißt, je näher am Meer Rosmarin wachse, desto würziger sei er. Rosmarin bedeutet „Meerestau", seine Heimat sind die Mittelmeerländer. Die Griechen weihten ihn Aphrodite, der Göttin der Liebe. Man verehrte ihn der Liebsten, legte ihn Neugeborenen in die Wiege. Heute noch sagt man, Rosmarin mache die Gedanken frei und das Herz fröhlich. HERKUNFT UND GESCHICHTE Griechenland und Rom - was in diesen Hochkulturen der Antike erdacht und verfeinert wurde, prägt bis heute das Leben in Europa. Auch die Esskultur. Rosmarin ist eines der ältesten Kräuter, die in größerem Stil angebaut wurden. Man nutzte ihn für die Küche und Rituale des Brauchtums und der Religion, räucherte Stuben, Ställe und geweihte Stätten aus. Sein Duft sollte die Luft von Keimen, Giften und schlechten Gedanken reinigen. Und den Geist befreien. Griechische Philosophen wanden sich Rosmarin-zweige ins Haar, um klarer formulieren zu können. In Shakespeares „Hamlet" ist Rosmarin das Kraut der Liebe und des Gedenkens. Karl der Große nahm ihn in die Liste der Landgüterverordnung „Capitulare de villis vel curtis imperii" auf, die um 812 in Aachen entstand. Seither kultivierten Nonnen und Mönche den Rosmarin als Heil- und Küchenkraut.