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KIRCHWEIDACH, Spätrokoko - virtuose Fresken 🌟🌟

Böhm Film

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KIRCHWEIDACH, Spätrokoko - virtuose Fresken 🌟🌟

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Die Pfarrkirche St. Vitus in Kirchweidach gilt als eine der qualitätvollsten Landkirchen des Spätrokoko in Altbayern. Das Bauwerk prägt mit seiner markanten roséfarbenen Fassade das Ortsbild. Die Kirche wurde in den Jahren 1770 bis 1774 durch Franz Alois Mayr, ab 1771 durch Baumeister Joseph Lindtmayr, im Stil des Spätrokoko errichtet. Den Innenraum gestaltete der Kirchenmaler Franz Joseph Soll nach dem von Pfarrer Josef Kaspar Kolberer aus Feichten entwickelten Bildprogramm. Die feierliche Weihe erfolgte 1787 durch den Bischof von Chiemsee, Reichsfürst Franz Xaver von Breuner. Eine Restaurierung des Inneren erfolgte in den Jahren 1978/1981 unter Beratung des Bayerischen Instituts für Denkmalpflege. Das Äußere wurde in den Jahren 1973/1974 und 2000/2001 restauriert. Das kreisrunde Kuppelfresko über Pendentifs mit Rocaillekartuschen und gemalten Stuckreliefs der Evangelisten beherrscht das Innere der Kirche. Entsprechend dem Bildprogramm Kolberers komponierte Soll fünf Szenen aus der Legende des Titelheiligen in beeindruckende Scheinarchitektur mit Triumphbögen und Landschaften. Im Zentrum sind die Heilige Dreifaltigkeit und die Glorie des heiligen Vitus zu sehen. Im Chorgemälde ist der heilige Vitus im Kerker gezeigt; links und rechts davon ist je ein Emblema der Nacht mit lateinischen Inschriften („er erfrischt alle“) und des Tages („er erleuchtet alle“) mit Bezug auf das Hochaltarbild in Kartuschen angeordnet. Das Fresko über der Empore zeigt, wie der Heilige einem Löwen vorgeworfen wird, unter der Empore ist die Vertreibung der Wechsler aus dem Tempel durch Christus zu sehen.