Hypertonie Teil 4: Grundlagen der medikamentösen Therapie
Thomas Zimmer
0:00 / 0:00
Hypertonie Teil 4: Grundlagen der medikamentösen Therapie
191 просмотр · 2 года назад
Thomas Zimmer
2,89 тыс. подписчиков
191 просмотр · 2 года назад
Hier der Link zum Skript: https://td2ec2in2euwest.teamdrive.net...
Nach Leitlinie: ideal ist ein Blutdruck-Zielwert von unter 140/90 mmHg. Es gibt jedoch individuelle Gründe, von diesem Zielwert abzuweichen (es gibt einen individuellen Zielkorridor, systolisch zwischen 120 und 160 mm Hg)
Bei hochnormalem Blutdruck 130-139 mmHg systolisch: Lebensstiländerungen + medikamentöse Therapie werden nicht mehr empfohlen, weil der Nutzen unklar ist.
Bei niedrigem bis moderatem Risiko kann zunächst der Erfolg der Lebensstiländerungen abgewartet werden, anschließend ggf. Ergänzung um Medikation.
Unabhängig vom Erfolg der Lebensstiländerung ist eine sofortige medikamentöse Behandlung notwendig bei:
Hypertonie Grad 1 mit hohem oder sehr hohem Risiko, manifester kardiovaskulärer Erkrankung, Endorganschaden, Nierenerkrankung
Hypertonie Grad 2 und 3
Besprochen wird das ABCD (besser: AbCd) der Therapie. Details zu den einzelnen Wirkstoffgruppen kommen in den nächsten Kapiteln:
A = Hemmung Angiotensin II
B = ß-Blocker
C = Ca- Kanalblocker
D = Diuretikum
RR langsam senken (sonst Ischämie in ZNS und Niere); Stürze sind häufiger - deshalb: zu Beginn der Therapie Dosis langsam steigern (voller Wirkungseintritt: nach Wochen).
Besprochen wird auch:
Einnahme: meistens morgens / früh
bei einem Non-Dipper kann die Einnahme abends günstig sein
durch orthostatische Dysregulation und die "ungewohnt niedrigen Drücke" kann es gerade in der Einstellungsphase zu Müdigkeit, Schwarzwerden vor den Augen und Synkopen kommen; heißt: Blutdruckabfall kann die Sturzgefahr / Unfallgefahr erhöhen!