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89 Millimeter, die den Blitzkrieg ausbremsten

Geschichte ohne Mythen | Der Zweite Weltkrieg

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89 Millimeter, die den Blitzkrieg ausbremsten

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Geschichte ohne Mythen | Der Zweite Weltkrieg
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89 Millimeter, die den Blitzkrieg ausbremsten: Die russische Breitspur maß 1.524 Millimeter, die mitteleuropäische Normalspur 1.435. Um eine sowjetische Strecke für deutsche Züge befahrbar zu machen, mussten Eisenbahnpioniere nur eine Schiene lösen, sie um 89 Millimeter nach innen rücken und wieder festnageln. Bis Ende 1941 spurten sie nach verschiedenen Quellen zwischen 15.000 und 23.000 Kilometer Gleis um. Trotzdem standen im Februar 1942 mindestens 7 von 10 Lokomotiven der Reichsbahn im Osten still, und die Winterkleidung erreichte die Front teilweise erst im Dezember 1941 und Januar 1942. In dieser Doku über die Eisenbahn im Unternehmen Barbarossa geht es um die Frage, ob es wirklich die 9 Zentimeter Spurweite waren, die den Vormarsch der Wehrmacht 1941 bremsten, oder das, was hinter ihnen lag. Du erfährst, warum Russland 1843 die Spur von 5 Fuß wählte, wie die Südstaaten der USA 1886 ihr Netz in 36 Stunden umbauten, wie Baden 1854 und 1855 seine Breitspur aufgab und wie deutsche Eisenbahner schon im Ersten Weltkrieg in Polen rund 6.000 Kilometer umspurten. Du erfährst auch, wie die Sowjetunion nach 1939 selbst mit dem Umbau der polnischen Strecken kämpfte, was das Otto-Programm der Reichsbahn leistete und warum das Heer 1940 auf seine Frage nach den russischen Eisenbahnen die Antwort bekam, solche Unterlagen gebe es nicht. Die Doku zeigt, worauf der Plan für den Nachschub baute: nur 16 von 103 Divisionen voll motorisiert, 1.600 Lastwagen für die Leistung einer einzigen zweigleisigen Bahn, 24 Zugpaare am Tag für jede Heeresgruppe und erbeutete sowjetische Lokomotiven ohne Lokführer. Dann folgen die Gegenseite mit Lokomotiven, die nach Osten abgefahren wurden, der gesprengten Narwabrücke, den zerstörten Dnjepr-Brücken und Lokdepots, die 100 Kilometer Strecke lahmlegten, die Meldung von General Otto Willi über gut 16.000 umgespurte Kilometer und die Lage im August 1941 bei Smolensk mit etwa 18 statt 24 Zügen am Tag. Im Herbst kommen die Aktion Bogen mit 371 Zügen Winterausrüstung, von denen 130 ankamen, die 52.000 Säcke Feldpost in Smolensk, die Briefe Heinz Guderians und der Streit zwischen Hitler und dem Generalquartiermeister Eduard Wagner dazu. Auch der Winter 1941 auf 1942 wird gezeigt: eingefrorene Rohrleitungen, Ausfälle von bis zu 90 Prozent im Lokdepot Minsk, minus 39 Grad bei Moskau, 8 Züge am Tag von Brest nach Smolensk im Februar 1942, Hitlers Befehl vom 15. Januar 1942, die Ablösung von Wilhelm Kleinmann durch Albert Ganzenmüller, die Losung Räder müssen rollen für den Sieg und die Kriegslok Baureihe 52, von der mehr als 6.300 Stück gebaut wurden. Nicht verschwiegen wird, dass dieselbe Bahn ab Juli 1942 täglich einen Zug mit 5.000 Juden von Warschau nach Treblinka fuhr. Auf sowjetischer Seite stehen 1,5 Millionen Waggons für die Evakuierung, 2.593 verlagerte Betriebe, Züge aus dem Fernen Osten mit 800 bis 900 Kilometern am Tag und die Rückumspurung bis nach Berlin und Potsdam 1945. Mit dabei: Franz Halder, Eduard Wagner, Rudolf Gercke, Otto Willi, Fedor von Bock, Heinz Guderian, Adolf Hitler, Julius Dorpmüller, Wilhelm Kleinmann, Albert Speer, Albert Ganzenmüller, Iwan Kowaljow, Afanassi Beloborodow und Konstantin Saslonow. War es die fremde Spurweite, die den Blitzkrieg 1941 bremste, oder fehlten der Wehrmacht die Lokomotiven, Depots und die Organisation dahinter? Schreib deine Meinung in die Kommentare. Quellen: H. G. W. Davie, The Influence of Railways on Military Operations in the Russo-German War 1941 bis 1945, Martin van Creveld, Supplying War, Klaus Schüler, Logistik im Russlandfeldzug, Hans Pottgießer, Die Reichsbahn im Ostfeldzug, Eugen Kreidler, Die Eisenbahnen im Machtbereich der Achsenmächte, Burkhart Müller-Hillebrand, Das Heer 1933 bis 1945, Ihno Krumpelt, Das Material und die Kriegführung, Russell Stolfi, Iwan Kowaljow, Transport im Großen Vaterländischen Krieg, Alexej Artemjew, David Stahel, Briefe Heinz Guderians, Deutsche Eisenbahnstiftung, Film Reichsbahn in Russland 1942, Bundesarchiv RH 66. 89 Millimeter, Spurweite Russland, Breitspur Russland, russische Spurweite, Umspurung 1941, Umspuren Ostfront, Eisenbahnpioniere, Eisenbahntruppen Wehrmacht, Reichsbahn Ostfront, Reichsbahn im Krieg, Reichsbahn 1941, Eisenbahn Zweiter Weltkrieg, Eisenbahn Ostfront, Nachschub Wehrmacht, Logistik Wehrmacht, Logistik Ostfront, Nachschub Ostfront 1941, Unternehmen Barbarossa Logistik, Blitzkrieg Russland, Heeresgruppe Mitte 1941, Unternehmen Taifun, Schlacht um Moskau Nachschub, Transportkrise 1941, Winter 1941 Wehrmacht, Winterkleidung Wehrmacht, Aktion Bogen, Lokomotiven Ostfront, Kriegslok Baureihe 52, Räder müssen rollen für den Sieg, Albert Ganzenmüller, Julius Dorpmüller, Rudolf Gercke, Eduard Wagner Generalquartiermeister, Otto-Programm, Feldeisenbahndirektion, Haupteisenbahndirektion Mitte, Feldpost Smolensk, sowjetische Eisenbahn 1941, Evakuierung Sowjetunion 1941, Rote Armee 1941, Ostfront Doku, Wehrmacht Doku, Zweiter Weltkrieg Doku