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Zum Schweigen verdammt? Warum Professor Flimmrich spurlos aus dem DDR-TV gelöscht wurde

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Zum Schweigen verdammt? Warum Professor Flimmrich spurlos aus dem DDR-TV gelöscht wurde

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Wer erinnert sich noch an Professor Flimmrich? Der Mann mit weißem Kittel, Brille und Fliege gehörte zu den beliebtesten Figuren im Kinderfernsehen der DDR. Kaum jemand kannte jedoch seinen echten Namen: Walter Eberhardt Fuß. Er spielte in über sechzig DEFA-Filmen mit, etwa in „Das kalte Herz“, in den Ernst-Thälmann-Filmen von Kurt Maetzig und in „Lots Weib“, fast immer in kleinen Nebenrollen und fast immer unbemerkt. In dieser Dokumentation erzählen wir die ganze Geschichte des Schauspielers Walter E. Fuß. Sie beginnt mit seiner Geburt in Hamburg im Jahr 1921 und führt über das Theater nach dem Krieg, unter anderem am Hans Otto Theater in Potsdam, bis zur Kindersendung „Karli Kurbels Flimmerkiste“. Am 14. September 1959 wurde er dort zu Professor Flimmrich. Aus der Sendung wurde „Wir treffen uns bei Professor Flimmrich“, später „Bei Professor Flimmrich“ und schließlich die legendäre Flimmerkiste und Flimmerstunde des DDR-Fernsehens beziehungsweise des Deutschen Fernsehfunks. Sie erfahren, warum der Junge Karli Kurbel eines Tages nicht mehr auftauchte und wie die Puppe Bürstche seinen Platz einnahm. Es geht auch darum, welchen politischen Auftrag das DDR-Kinderfernsehen hatte und warum Professor Flimmrich schon 1959 um Spenden für Algerien bat. Außerdem klären wir, weshalb sich selbst die Nachschlagewerke nicht einig sind, ob Walter Fuß 1978 oder 1980 aus gesundheitlichen Gründen aufhören musste. Zum Schluss folgen wir der Spur der Flimmerstunde über die Moderatoren nach Professor Flimmrich bis über das Ende der DDR hinaus zum ORB nach Potsdam, die Stadt, in der Walter Fuß 1996 starb. Eine Geschichte über DDR-Nostalgie, DDR-Kindheit, Samstagnachmittage vor dem Fernseher und einen Mann, der erst jemand anderes werden musste, damit man ihn sah. Quellen und weiterführende Informationen: das biografische Handbuch „Wer war wer in der DDR?“ in der Datenbank der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, das Fernsehlexikon von Michael Reufsteck und Stefan Niggemeier, die Seriendatenbank fernsehserien.de, die Jahrestage der DEFA-Stiftung, Berichte des Berliner Kurier aus der Reihe „Legenden der DDR“, die Bundeszentrale für politische Bildung mit ihren Beiträgen zur deutschen Fernsehgeschichte in Ost und West sowie die Sammlung des Museums für DDR-Postkarten.