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1926 gewann das Volk 25 zu 1 – und verlor trotzdem

Wer bekam das Geld?

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1926 gewann das Volk 25 zu 1 – und verlor trotzdem

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Wer bekam das Geld?
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Am 20. Juni 1926 stimmten rund 14,5 Millionen Deutsche mit Ja – und nur rund 590.000 mit Nein. Fast 25 zu 1. Trotzdem scheiterte der Volksentscheid über das Vermögen der ehemaligen Fürsten. Wie kann eine Mehrheit so verlieren – und wer bekam am Ende das Geld? 1918 fallen in Deutschland die Throne. Das Vermögen der Fürsten wird beschlagnahmt – aber nicht enteignet. Acht Jahre lang streiten Länder und Fürstenhäuser um Schlösser, Wälder und Güter. Das Reichsgericht gibt dem Herzogshaus Sachsen-Coburg und Gotha Land- und Forstbesitz im Wert von 37,2 Millionen Goldmark zurück – im selben Sommer, in dem Sparguthaben zum Beispiel in Oldenburg auf 12,5 Prozent aufgewertet werden. 1926 unterschreiben 12,5 Millionen Menschen für ein Volksbegehren. Dann wird festgelegt: Das Gesetz ändere die Verfassung, nötig ist die Mehrheit aller Wahlberechtigten. Wer zu Hause bleibt, zählt praktisch wie ein Nein. Die Gegner rufen zum Fernbleiben auf. Auf den Gütern im Osten wird Landarbeitern gedroht, mancherorts gibt es Freibier am Abstimmungstag, und der Reichspräsident nennt das Plebiszit in einem Brief „ein großes Unrecht“. Am Ende fehlen gut fünf Millionen Stimmen. Und danach? 26 Verträge zwischen Ländern und Fürstenhäusern. In den meisten dasselbe Muster: Die Kosten an den Staat, die Erträge an die Fürsten. Fragen, die der Film beantwortet: 1. Warum wurde das Fürstenvermögen 1918 nur beschlagnahmt – und nicht enteignet? 2. Wer legte fest, dass Zuhausebleiben wie ein Nein zählt? 3. Wie wurde aus einer geheimen Abstimmung praktisch eine offene? 4. Was stand im Brief des Reichspräsidenten? 5. Was steht in den 26 Verträgen – und wer bekam das Geld? Kapitel: 00:00 25 zu 1 – und trotzdem verloren 01:42 Beschlagnahmt ist nicht enteignet 03:03 Das Urteil von Leipzig 04:52 Drei Viertel für das Fürstenhaus 06:12 12,5 Millionen Unterschriften 07:55 Die verschobene Hürde 10:28 Freibier und das siebte Gebot 12:35 Der Brief des Präsidenten 13:45 Der 20. Juni 1926 15:27 Hinter verschlossenen Türen 16:17 Wer bekam das Geld? 18:44 Verloren gegen die Stille Hätten Sie 1926 mit Ja gestimmt, mit Nein – oder wären Sie zu Hause geblieben? Schreiben Sie es in die Kommentare. Mehr aus der Reihe „Das Geld der Dynastien“: Die Hohenzollern – wer bekam das Vermögen des Kaisers? (Link) Nächster Fall: der Wittelsbacher Ausgleichsfonds. (Строку ставить только по условию C7.) Stand der Recherche: 22. Oktober 2026. „Fast 25 zu 1“ ist eine eigene Rechnung aus dem amtlichen Ergebnis (Statistisches Jahrbuch 1926). Die Summe der fürstlichen Forderungen (rund 2,6 Milliarden Mark) stammt aus späteren Aufstellungen. Die Aufteilung in Lastobjekte und Renditeobjekte beschreibt das Muster der meisten Verträge, nicht jeden einzelnen. Ob das Gesetz die Verfassung änderte, war unter Juristen umstritten. Wir nehmen nicht Stellung für oder gegen eine Enteignung. Einige Bilder sind mit KI erstellt; Gesichter realer Personen wurden nicht generiert. Archivbilder: Bundesarchiv / Wikimedia Commons (Bildnachweis im Abspann). Quellen (Auswahl): – Wikipedia: Fürstenenteignung (mit Verweisen auf Schüren, Jung, Kluck, Winkler): https://de.wikipedia.org/wiki/Fürsten... – DHM LeMO: Die Fürstenenteignung: https://www.dhm.de/lemo/kapitel/weima... – Gesetzblatt für den Freistaat Oldenburg, 20.04.1926 (Aufwertung der Sparguthaben): https://digital.lb-oldenburg.de/downl... – Neue Justiz 1/1988, S. 13: https://www.gvoon.de/art/dokumente/19... – SPSG, Sans Souci 2019/04: https://www.spsg.de/fileadmin/user_up... – Statistisches Jahrbuch für das Deutsche Reich 1926, S. 452–453 (Ergebnis des Volksentscheids) – Ulrich Schüren: Der Volksentscheid zur Fürstenenteignung 1926. Düsseldorf 1978 – Otmar Jung: Direkte Demokratie in der Weimarer Republik. Frankfurt/New York 1989 – Heinrich August Winkler: Der Schein der Normalität. Berlin/Bonn 1985 #Fürstenenteignung #WeimarerRepublik #Finanzgeschichte