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Was Hans Baur den sowjetischen Vernehmern über Hitlers letzte Tage sagte

Alexander Weiss

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Was Hans Baur den sowjetischen Vernehmern über Hitlers letzte Tage sagte

22 711 просмотров · 17 часов назад
Alexander Weiss
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Er gehörte zu den ersten sechs Piloten der Deutschen Luft Hansa, überquerte die Alpen mehr als hundertmal und flog von 1932 an Adolf Hitler – zuletzt als Chef der Fliegerstaffel des Führers. Diese Dokumentation zeichnet das Leben des Oberbayern Hans Baur nach, von Ampfing im Landkreis Mühldorf am Inn bis nach Herrsching am Ammersee. Die Stationen: Artillerieflieger an der Westfront im Ersten Weltkrieg, Pionier der Verkehrsluftfahrt auf den Strecken von München nach Wien und nach Rom, Pilot der Deutschlandflüge im Wahljahr 1932, Leiter der Regierungsstaffel, die Jahre rund um die Wolfsschanze bei Rastenburg, die letzten Tage im Bunker unter der Reichskanzlei und der Ausbruchsversuch in der Nacht zum 2. Mai 1945. Darauf folgen mehr als zehn Jahre sowjetischen Gewahrsams mit Verhören in der Moskauer Lubjanka und die Heimkehr im Herbst 1955, nach dem Moskaubesuch Konrad Adenauers, als die Spätheimkehrer durch das Lager Friedland kamen. Im Mittelpunkt steht eine Frage, die für die Geschichtsschreibung bis heute wichtig ist: Wie verlässlich ist dieser Zeuge? In seinen Erinnerungen stellte sich Baur als unpolitischen Flieger dar. Die Parteikartei im Bundesarchiv verzeichnet seinen Eintritt in die NSDAP jedoch bereits für 1926, später folgte der Aufstieg in der SS. Der Film stellt Baurs Selbstdarstellung den Dokumenten gegenüber: den erst 2022 veröffentlichten sowjetischen Vernehmungsakten, den kritischen Untersuchungen des Historikers Anton Joachimsthaler und den Schmalfilmen, die seit 1998 im Bundesarchiv liegen. Wo Angaben nur aus Baurs eigener Feder stammen oder einander widersprechen, wird dies ausdrücklich benannt. Die Dokumentation dient der historischen Aufklärung. Sie prüft Quellen kritisch und verherrlicht weder Personen noch Ideologien. Für Zuschauer in Deutschland und Österreich berührt diese Lebensgeschichte zugleich ein Stück eigener Geschichte – von den Anfängen des Luftverkehrs zwischen München und Wien bis zur Heimkehr der letzten Kriegsgefangenen.