Günther Prien — Held der Propaganda, Kommandant unter vielen | Geschichte
Alexander Weiss
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Günther Prien — Held der Propaganda, Kommandant unter vielen | Geschichte
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Alexander Weiss
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Am 7. März 1941, kurz vor fünf Uhr morgens, traf beim Befehlshaber der Unterseeboote ein letzter Funkspruch von U 47 ein. Danach blieb es still. Mit diesem Schweigen südlich von Island beginnt eine Dokumentation von Alexander Weiss über Günther Prien – einen Mann, dessen Name im Herbst 1939 in nahezu jedem deutschen Haushalt bekannt war und dessen Ende bis heute nicht sicher geklärt ist.
Der Film zeichnet einen Lebensweg nach, der ohne seemännische Familientradition begann. Prien wuchs in Osterfeld, Lübeck und Leipzig auf, ging im Inflationsjahr 1923 nach Hamburg und fuhr als Schiffsjunge auf dem Vollschiff Hamburg. Er erwarb das Patent zum Kapitän auf Großer Fahrt, fand in der Weltwirtschaftskrise jedoch kein Schiff und hob im Freiwilligen Arbeitsdienst Gräben aus, bevor er 1933 noch einmal als Offiziersanwärter in die Reichsmarine eintrat. Über die Ausbildung in der neu entstehenden Unterseebootwaffe führt sein Weg bis zur Indienststellung von U 47 in Kiel.
Im Mittelpunkt steht die Nacht vom 13. auf den 14. Oktober 1939 in Scapa Flow. Anhand des Kriegstagebuchs wird Schritt für Schritt geschildert, wie das Boot unter Nordlicht durch den Kirk Sound in den Ankerplatz der britischen Flotte gelangte und das Schlachtschiff Royal Oak versenkte. Ebenso gewürdigt werden die Opfer: Mehr als achthundertdreißig Männer und Jungen an Bord kamen ums Leben. Die Folge fragt außerdem, wie aus dem Kommandanten eine Figur der Propaganda wurde, wie verlässlich das unter seinem Namen erschienene Buch Mein Weg nach Scapa Flow ist und wie es um die Torpedoversager vor Norwegen und die späteren Fahrten im Atlantik stand.
Zum Schluss werden die verschiedenen Erklärungen für den Verlust von U 47 nüchtern gegeneinander abgewogen – von der älteren britischen Darstellung bis zu neueren Forschungsergebnissen. Grundlage sind Kriegstagebücher, amtliche Darstellungen, zeitgenössische Quellen und die marinegeschichtliche Literatur. Wo die Überlieferung widersprüchlich ist, wird dies ausdrücklich gesagt.
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Hinweis zum Urheberrecht: Drehbuch, Text, Vertonung und Montage dieses Films sind geschützte Werke. Ohne vorherige schriftliche Erlaubnis dürfen sie weder kopiert noch erneut hochgeladen, übersetzt oder auf andere Weise verwendet werden.
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