So lebte man wirklich auf einem Heringslogger im Jahr 1905
Geschichte Rekonstruiert
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So lebte man wirklich auf einem Heringslogger im Jahr 1905
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Geschichte Rekonstruiert
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So lebte man wirklich auf einem Heringslogger im Jahr 1905
🏛 Nordsee, Juni 1905: eine Dokumentation über Deutsche Geschichte auf See. Östlich der Shetlandinseln liegt ein Segellogger der Emder Heringsfischerei an seinem Netz – mit flach umgelegtem Großmast, während vier Männer im Morgengrauen das Spill drehen.
🔥 Ein Tag und eine Nacht mit dem Reepschießer Eilert, 16: das nasse Tau im dunklen Reepraum, Hering zu Hunderten in den Maschen, Kehlen und Salzen an Deck, Kantjes mit tausend Fischen, Tee mit Kluntje im engen Logis, eine Laterne in der Nacht – und eine hell gescheuerte Stelle am Reep, als der Wind auffrischt.
🎞 Die Frage des Films: Warum fischte ein Emder Heringslogger nur bei Nacht, mit umgelegtem Mast, ohne Fahrt, an einem Netz von zwei Kilometern? Mit Originalzeichnungen und Fotos der Loggerfischerei um 1900, der Fischerkarte von 1883 und dem Museumslogger AE 7 „Stadt Emden“.
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ℹ️ Hinweis
Dieser Film ist eine dokumentarische Rekonstruktion zu Bildungszwecken. Die Bilder wurden mit KI erzeugt – ausgenommen die gekennzeichneten historischen Zeichnungen, Fotografien und Karten. Eilert, Tjark, Jakob und der Schiffer sind Komposit-Figuren; Bauart der Logger, Fleet, Fangmethode, Mannschaft und Zahlen sind belegt (Quellen unten). Der einzelne Tag und die Nacht mit der gescheuerten Stelle sind nachgestellt.
📚 Quellen
– Gerhard Köhn: Seegekehlt & seegesalzen. Die Loggerfischerei vor der deutschen Nordseeküste. Soest 1994
– Eilerich Bloem: He geiht, hiev up! Auf Heringsfang in der Nordsee. Leer 1998
– Jens Rösemann: Kok-in-Ruum auf dem Heringslogger. Bremen 1996
– Dieter Finnern: Wissensspeicher Fischereifachkunde. Berlin 1989
– O. T. Olsen: The Piscatorial Atlas of the North Sea. London 1883
– E. W. H. Holdsworth: Deep-Sea Fishing and Fishing Boats. London 1874
– Arbeitskreis Museumslogger e. V., Emden (AE 7 „Stadt Emden“)
– Visserijmuseum Vlaardingen
🖼 Historische Originalaufnahmen und Karten
– Bauplan eines Segelloggers der Glückstädter Heringsfischerei (1893) · unbekannt · Wikimedia Commons · Public domain
– Segellogger auf der Gehlsen-Werft in Glückstadt (um 1895) · unbekannt · Wikimedia Commons · Public domain
– Segellogger der Elsflether Heringsfischerei (um 1909) · Dr. Karl-Heinz Hochhaus (Repro) · Wikimedia Commons · CC BY 3.0
⏱ Kapitel
00:00 Morgengrauen am Spill
01:28 Das Brot des kleinen Mannes
03:01 Auf zur Shetlandsee
04:12 An Bord des Loggers
04:42 Kehlen, Salzen, Aussetzen
08:04 Licht, Tiefe, Wind und Zeit
09:32 Die Nacht der Scheuerstelle
10:12 Wie eine Fleet gebaut ist
11:33 Was blieb
12:56 Der Morgen danach
13:36 Was bleibt
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Genauigkeits-Hinweise: Eilert, Tjark, Jakob und der Schiffer sind Komposit-Figuren. Belegt sind die Bauart der Segellogger (22,5 m, 14 Mann, umlegbarer Großmast), die Fleet aus Baumwollnetzen, das Kehlen und Salzen an Bord, die Kantjes und die Anteilslöhne (Quellen in der Beschreibung). Wer selbst auf einem Logger gefahren ist oder Verwandte aus Emden, Leer, Vegesack oder Glückstadt hat: Erzählen Sie uns davon!
Matjes oder Bismarckhering – was kommt bei Ihnen auf den Tisch?
👉 Abstimmung für die nächste Fahrt: A) Hanse-Kraweel aus Danzig um 1480 B) Eisbrecher auf der Elbe um 1890 C) Holländerfloß auf dem Rhein um 1780