Was bin ich? Folge 243 vom 09.10.1979 mit Robert Lembke und dem Ehrengast Margret Dünser
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Was bin ich? Folge 243 vom 09.10.1979 mit Robert Lembke und dem Ehrengast Margret Dünser
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Marotte ist das französische Diminutiv des Namens Marie und ursprünglich die Bezeichnung für eine auf einem Stab angebrachte Puppe beim Puppentheater. Im übertragenen Sinn wurde aus Marotte eine Schrulle oder seltsame Angewohnheit. Ein damals recht bekannter Marotten-Spieler ist heute zuerst zu erraten: Andrße Tahon. Er gibt natürlich auch gleich eine Kostprobe seiner darstellenden Puppenkunst.
Dann kommt Gästin Nummer zwei, eine Autolackiererin. Auch ihre Arbeit wird wie üblich in einem Einspielfilm vorgestellt. Gast Nummer drei ist ein Schmuckdesigner. Der Fachbegriff dafür war früher "Pretiosen-Designer".
Margret Dünser gilt als Pionierin des modernen Gesellschafts- und Prominentenjournalismus, weil sie Unterhaltung mit journalistischer Qualität verband. Nach dem Zweiten Weltkrieg begann sie ihre Karriere beim österreichischen Rundfunk (ORF), wo sie bereits mit 28 Jahren Programmdirektorin wurde – eine außergewöhnliche Position für eine Frau ihrer Zeit. Nach beruflichen Konflikten und einer später widerlegten Veruntreuungsaffäre verließ sie Österreich und arbeitete in Deutschland weiter.
Beim ZDF entwickelte Dünser zunächst internationale Modesendungen wie „Paris aktuell“, „Rom aktuell“ und „London aktuell“. Diese Formate brachten Glamour, internationale Kultur und gesellschaftliche Trends ins deutsche Fernsehen und machten sie landesweit bekannt. Ihren größten Erfolg erreichte sie jedoch mit der Sendung „V.I.P.-Schaukel“, die von 1971 bis 1980 ausgestrahlt wurde. Dort porträtierte sie berühmte Persönlichkeiten aus Film, Adel, Kunst und Politik – darunter Salvador Dalí, Orson Welles, Rita Hayworth oder Robert Redford – meist in deren privatem Umfeld.
Besonders war ihre respektvolle und zugleich präzise Interviewführung. Dünser stellte keine sensationsorientierten Fragen, sondern interessierte sich für die Persönlichkeit hinter dem Ruhm. Dadurch entstanden ungewöhnlich offene Gespräche, die sich deutlich vom späteren Boulevardjournalismus unterschieden. Ihre Arbeit prägte das Genre der Prominentenreportage nachhaltig und machte sie zu einer Wegbereiterin seriöser TV-Unterhaltung. Margret Dünser stark 1980 bereits im Alter von 53 Jahren an Krebs.