Er gab das Preisgeld ab, bevor er es überhaupt bekam – Albert Einstein
Legendäre Lebenswege
0:00 / 0:00
Er gab das Preisgeld ab, bevor er es überhaupt bekam – Albert Einstein
232 просмотра · 8 дн. назад
Legendäre Lebenswege
23 подписчика
232 просмотра · 8 дн. назад
Albert Einstein und Mileva Marić: die wahre Geschichte des Nobelpreisgeldes. Am 31. Januar 1918 versprach Einstein seiner ersten Frau schriftlich das gesamte Geld eines Nobelpreises, den er noch gar nicht gewonnen hatte. Seine Bedingung war die Scheidung. Dreißig Jahre später, im Mai 1948, erlitt Mileva in Zürich einen Schlaganfall. Als Sanitäter sie aus dem Bett hoben, fanden sie Banknoten im Wert von mehr als 87.000 Schweizer Franken. Diese Dokumentation rekonstruiert anhand von Briefen, was dazwischen geschah.
Wir folgen dem Leben von Mileva Marić (Mileva Maric) von einem Jungengymnasium in Zagreb, wo sie nur mit einer Sondergenehmigung am Physikunterricht teilnehmen durfte, bis zum Polytechnikum in Zürich, der heutigen ETH. Dort war sie die einzige Frau ihres Jahrgangs und lernte einen siebzehnjährigen Studenten namens Albert Einstein kennen. Du siehst die echten Noten der Abschlussprüfung, den Liebesbrief von 1901, in dem Einstein von „unserer Arbeit über die Relativbewegung“ schreibt, die Geburt ihrer Tochter Lieserl, die Hochzeit in Bern, Einsteins Wunderjahr 1905 am Berner Patentamt, die Trennung in Berlin und seine Beziehung zu seiner Cousine Elsa.
Danach verfolgen wir den Weg des Geldes aus dem Nobelpreis für Physik 1921. Den Preis erhielt Einstein vor allem für das Gesetz des fotoelektrischen Effekts, nicht für die Relativitätstheorie. Der Weg führt über 121.572 schwedische Kronen und einen Scheck einer Stockholmer Bank zu Anleihen bei einer New Yorker Bank und zum Haus an der Huttenstrasse, gekauft 1924. Dazu kommen zwei weitere Häuser, die die Weltwirtschaftskrise zur Last machte, die Krankheit des Sohnes Eduard Einstein und der Erbstreit, der 1950 mit einer Aufteilung zwischen Eduard und Hans Albert Einstein endete.
Eine Biografie ohne Mythen: Wir prüfen die bekanntesten Legenden über Einsteins erste Frau anhand der Dokumente. War Mileva die Mathematikerin, die für Einstein rechnete? Unterschrieb sie die Aufsätze von 1905 mit? Bezahlte Einstein sie mit dem Nobelpreis für die Relativitätstheorie? Hat sie das Geld selbst gefordert? Ging alles in der Weltwirtschaftskrise verloren? Lagen die Scheine wirklich unter der Matratze? Eine Geschichte über Wissenschaft, Liebe, Scheidung und Geld und über verschlossene Türen für Frauen in der Wissenschaft.
Kapitel:
00:00 Mai 1948: das Geld neben Milevas Bett
02:42 Princeton 1948: Einsteins Brief über das Haus in Zürich
06:18 Zagreb 1894: eine Tür, die nur mit Genehmigung aufging
09:06 Das Zürcher Polytechnikum und der junge Albert Einstein
12:25 Die Abschlussprüfung 1900 und die Legende von Milevas Mathematik
14:53 „Unsere Arbeit“: der Liebesbrief von 1901
16:46 Lieserl, das verlorene Diplom und die Hochzeit in Bern
19:20 1905: Einsteins Wunderjahr und die Legende der zwei Namen
22:45 Elsa, die Trennung und die Bedingungen von Berlin
24:38 31. Januar 1918: der Nobelpreis als Preis für die Scheidung
28:06 Scheidung, Sonnenfinsternis und der Nobelpreis für 1921
30:38 Der Scheck aus Stockholm und das Geld in New York
33:12 Die Häuser in Zürich, die Krise und Eduard
37:21 Das Grab in Nordheim, die Forderungen und das Erbe
39:20 Die Liebesbriefe und die Frage nach der Mitautorschaft
Quellen, auf denen diese Dokumentation beruht:
The Collected Papers of Albert Einstein, Princeton University Press: Band 1 (Briefwechsel mit Mileva Marić 1897–1902), Band 8 (Brief vom 31. Januar 1918 und Scheidungsvereinbarung vom 12. Juni 1918), Band 9 (Scheidungsurteil vom 14. Februar 1919) und Band 13 (Brief an die Söhne aus Kyoto, Dezember 1922).
Albert Einstein, Mileva Marić: Am Sonntag küss’ ich Dich mündlich. Die Liebesbriefe 1897–1903, hrsg. von Jürgen Renn und Robert Schulmann.
Barbara Wolff, Studie über Einsteins Nobelpreisgeld, Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Preprint 493 (2019).
Allen Esterson und David C. Cassidy, mit Ruth Lewin Sime, Einstein’s Wife: The Real Story of Mileva Einstein-Marić (MIT Press, 2019).
Albert Einstein, Reisetagebuch Fernost, Palästina und Spanien 1922–1923, hrsg. von Ze’ev Rosenkranz.
Albert-Einstein-Archiv der Hebräischen Universität Jerusalem: Familienbriefe, 2006 zugänglich gemacht.
Hochschularchiv der ETH Zürich: Prüfungsunterlagen von Einstein und Marić.
Nobelstiftung: Nobelpreis für Physik 1921, Begründung und Preissumme.
Christie’s, Auktionskatalog zu Einsteins Brief an Hans Albert vom 21. Januar 1948.
Tesla Memorial Society: Milevas Grab auf dem Friedhof Nordheim.
Desanka Trbuhović-Gjurić, Im Schatten Albert Einsteins (serbisches Original 1969), die Biografie, auf die mehrere der geprüften Legenden zurückgehen.
Wenn dich die Lebenswege von Menschen interessieren, die ihre Epoche verändert haben, abonniere Legendäre Lebenswege. Hier erzählen wir diese Geschichten vollständig, belegt und ohne Ausschmückungen:
/ @legendaerelebenswege