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Ist das Ich, das sich verändern möchte, dasselbe Ich, das sich dagegen wehrt? | Dunja Voos & Muho 79

Мухо Ньолке

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Ist das Ich, das sich verändern möchte, dasselbe Ich, das sich dagegen wehrt? | Dunja Voos & Muho 79

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Мухо Ньолке
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00:00 Guckst du Fussball? Ja, wir sind Weltmeister! 07:11 War die Vertreibung aus dem Paradies eine gute Erzuiehungsmassnahme? 10:53 Gegenseitige Weiterentwicklung in der Analyse und im Zen 19:15 Kann man spirituell erwacht und psychologisch unreif sein? 22:37 Habe ich Sehnsucht nach Buddha oder hat Buddha Sehnsucht nach mir? 36:28 Hatte Freud wirklich Angst vor Religion oder war er nur neidisch? 45:31 Ein Patient geht mit 1 Problem zum Therapeuten und kommt mit 2 zurück - gibt es das? 49:50 Longevity des Einzelnen und die Zukunft des Planeten 1) War eigentlich eine Gute Erziehungsmaßnahme von Gott, uns aus dem Paradies zu schmeißen und unserer Privilegien zu entziehen. Damit wir mal selber schauen müssen wie wir alle gut miteinander klar kommen, nicht alles selbstverständlich ist, Entscheidungen treffen und Verantwortung übernehmen müssen. Oder ist das vielleicht weniger als Erziehungsmaßnahme zu sehen, sondern eher als Metapher fürs Erwachsen werden? Und es war vielleicht sogar gewollt und wichtig von der Verbotenen Frucht, Die im übrigen gar nicht so als Apfel in der Bibel beschrieben wird, zu kosten? Hab ich mal so vor mich hin philosophiert, vielleicht mögt ihr eure Gedanken dazu bzw weiter philosophieren? Evidenzbasierte Fakten gehen natürlich auch, ich bin da ganz flexibel! 😄 2) Dunja, was irritiert dich daran, dass viele Menschen heutzutage von Anteilen sprechen? Oder fällt dir das einfach nur als Tatsache auf? Muhos Gedanken würde mich zu folgendem ebenfalls interessieren. Die Untergliederung der Seele fängt ja bereits in der Antike an, in der Platon die Seele als Dreigespann beschreibt. Und Freud kam ja auch mit 3 Instanzen um die Ecke: Das Über-Ich, das mit dem Es ringt, während des Ich zwischen diesen beiden aushandeln muss. Ähnliche oder erweiterte Konzepte wurden in den letzten Jahrzehnten auch immer populärer, selbst in der Allgemeinbevölkerung. Konzepte wie das Innere Team oder das System der Inneren Familie haben mittlerweile Einzug in die Selbsthilfe- und Ratgeberliteratur erhalten. In der Analyse ist es doch auch ein Ziel, die Übertragungen, soweit möglich, bewusst zu machen, um zu erkennen, welche innere Figur (Vater, Mutter, Lehrer usw.) gerade aus einem spricht... Wenn jemand ganz viel von Anteilen spricht stellt sich mir jedoch auch die Frage, ob dieser diese sogenannten Anteile von ihm fernhalten und abwehren muss. Ich glaube, dass vieles richtig und hilfreich sein kann. Dass es hilfreich sein kann von Anteilen zu sprechen, wenn das der eigenen Realität entspricht oder für einen eine Ich-stabilisierende Funktion hat, indem man gewisses Verhalten einem Anteil zuschreibt, wenn es für einen schädigend ist. Hinter einer starken Wut vergeben sich ja auch verletzte Gefühle oder abgespaltene Anteile, die dann irgendwann hoffentlich wieder in die Psyche integriert werden können... Was mir jetzt noch gekommen ist: Jede Grenze hat etwas illusionäres - wir erfinden die Grenzen erst in unserem Selbstmodell. Und auch wenn wir in Bezug auf die Psyche einen Schritt nach oben machen und nicht mehr von mehreren Anteilen sprechen, sondern von mir, dann beschreiben wir gewissermaßen nur einen Anteil auf einer höheren Ebene, von dem was wir sind. Wenn wir Ich sagen, dann meinen wir in der Regel etwas ganz Bestimmtes und in der Regel geht das nicht über die Körpergrenze hinaus: Hier bin ich und da ist die Welt. Und da würden wir auch sagen, dass das schon einen Wert hat, uns in der Dualität zwischen Ich und Du zurechtzufinden, damit wir den Löffel mit der Suppe in unseren Mund führen und nicht in den eines anderen. Und dennoch machen Menschen spontan, in der Meditation, auf Psychedelika usw. Erfahrungen, in denen sich diese und weitere so fest geglaubte Grenzen auflösen. Und dann entsteht im Nachhinein die irrwitzige Situation, das man behauptet, in der Erfahrung gar nicht da gewesen zu sein. Aber jeder kennt diese Erfahrung, auch wenn er sie nur mal für 1-2 Sekunden erfahren, aber nicht wirklich beachtet hat... 3) Ist das Ich, das sich verändern möchte, dasselbe Ich, das sich dagegen wehrt? Wer sucht nach Befreiung, wenn der Suchende selbst das Gefängnis ist? Kann Analyse das Ich heilen, wenn das Ich selbst die Struktur des Problems ist? Wenn ein Mensch sein Leiden verliert, verliert er dann auch den, der sich daran erinnert hat? Wenn die Wunde verschwindet, wohin geht der Verwundete? 4) Hatte Dunja schon mal eine Analyse mit einem Menschen der viele narzisstische Muster aufwies und wie hat sich diese Analyse gestaltet bzw. Denkst du sie war erfolgreich? 5) Kann man Angst überwinden oder nur anders mit ihr umgehen? Dunja: ‪@dunjavoos1971‬ Website: https://www.praxis-voos.de/ Blog: https://www.medizin-im-text.de/ Twitter: https://x.com/dunjavoos TikTok:   / drdunjavoos   IG:   / dunja.voos   FB:   / dunja.voos   Spendenlinks: Dunja https://www.paypal.me/dunjavoos Muho https://www.paypal.me/muhonoelke #zen #psychotherapie #psychoanalyse