Berliner Städtebaugespräche - Christoph Sattler
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Christoph Sattler, geboren 1938, ist Mitbegründer des Architekturbüros Hilmer & Sattler und lebt und arbeitet in München. Sein Büro hat das Stadtbild Berlins nach der Wiedervereinigung wie kaum ein anderes geprägt – u.a. durch den städtebaulichen Masterplan für den Potsdamer Platz (1991) und die Bauten Gemäldegalerie am Kulturforum (1998), U-Bahnhof Mendelssohn-Bartholdy-Park (1998), Beisheim-Center am Potsdamer Platz (2004) oder den Wohnpark am Lützowplatz (IBA 1987). Im „Berliner Städtebaugespräch“ mit Rudolf Spindler blickt er auf sein Erstlingswerk, das 1971/72 erbaute Wohnhaus des Philosophen Jürgen Habermas in Starnberg, zurück und erzählt überdies, wie es zum Bau des Berliner Stadtschlosses auf der Grundlage eines Entwurfs von Franco Stella kam. Mit Blick auf die Nachbarn des Humboldt Forums auf der Museumsinsel spricht er von einem „gelungenen Raumzusammenhang“ in der Mitte Berlins insbesondere, wenn man weiß, „wie das vorher in der DDR-Zeit war mit dem Plattensee als Aufmarschplatz“ an dieser Stelle. Für Sattler steht das Berliner Schloss für die europäische Stadt, die eine Großform wie das barocke Schloss verträgt, aber ebenso nach Kleinteiligkeit verlangt, wie sie beispielsweise in Sichtweite des Schlosses rings um Schinkels Friedrichswerdersche Kirche den Maßstab bildet.