128. Richtig sterben - wie geht das?
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128. Richtig sterben - wie geht das?
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JEDES Leben ist endlich, und dennoch wollen die meisten Menschen mit dem Tod nichts zu tun haben. Sie denken an Einsamkeit und Schmerzen und haben Angst davor. In unserem Land bekommen viele Menschen eine lebenszeitverkürzende Diagnose und wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen.
Deswegen haben wir uns in dieser Folge Christiane Brod vom Ambulanten Hospizdienst der Johanniter in Ahlhorn eingeladen. Wir klären Fragen wie: Was passiert, wenn wir eine lebensverkürzende Diagnose bekommen? Was, wenn das unseren Liebsten passiert? Wie geht Sterben überhaupt, und wie kann ein Hospizbegleiter helfen? Wohin mit unserer Trauer, wenn wir loslassen müssen? Und viele Fragen mehr. Christiane weiß, wovon sie spricht, denn sie war selbst in der Pflege tätig, bevor sie ihren Ruf für die Menschen in den letzten Wochen ihres Lebens vernahm. Heute koordiniert sie Ehrenamtliche in der Hospizbegleitung für Menschen, die in ihrer letzten Lebensphase Unterstützung benötigen.
Wusstest du, dass ein Trauerbegleiter andere Aufgaben hat, als ein Sterbebegleiter? Hospizbegleitung ist sehr vielfältig. Und manchmal benötigen nicht nur diejenigen, die gehen, sondern auch Angehörige Unterstützung. Trauern beginnt oft schon viel früher. Hospizbegleiter sind manchmal „einfach nur da“. Es gibt häufig Fragen zur Organisation und gewissen Abläufen und eine Begleitung kann oft Antworten geben. Oder sie wirkt aktiv durch Zuhören, Singen, Malen, tiefe Gespräche, Vorlesen oder stille Präsenz. Es darf übrigens auch gelacht werden – die Bedürfnisse jedes Menschen sind genauso individuell, wie der Mensch selbst, und dadurch ist auch jede Begleitung immer anders.
Wenn Menschen sterben, verliert der Körper nach und nach seine Sinne. Das Hören ist der letzte Sinn, der geht. Vielleicht wusstest du nicht, dass der Sterbende noch alles hören kann, was gerade im Raum gesprochen wird. Wir dürfen in dieser Folge lernen, wie wichtig es sein kann, für ein kompliziertes Gespräch einfach mal den Raum zu verlassen. Und apropos lassen: Loslassen ist ein starker Prozess; ein Akt der Liebe und des Respekts, wir lernen: es geht nicht um mich, sondern ausschließlich um die Person, die geht. Wenn wir es schaffen, unser Ego herauszunehmen, wenn wir keine Urteile mehr haben, keine Schuld mehr sprechen, sondern das Sterben als eine Möglichkeit für Frieden sehen können, dann öffnen sich die Herzen für Liebe. Nicht nur der Sterbende, sondern auch wir als Angehörige dürfen tiefen Frieden empfinden.
Christiane beschreibt auch, was eine Koordinatorin wie sie überhaupt macht. Wie sie sich um die ehrenamtlichen Hospizbegleiter kümmert, wie die zu begleitenden Personen zu ihr Kontakt aufnehmen und vieles mehr. Wir möchten dich einladen, folgende Sätze im Hinterkopf abzuspeichern:
Du musst nicht allein mit einer Diagnose fertigwerden!
Du musst nicht allein sterben, wenn du es nicht möchtest!
Ambulante und stationäre Hospize sind eine Form der Mitmenschlichkeit – und du bist es wert, geliebt und unterstützt zu werden!
Wenn du tiefer in dieses Thema hineinschnuppern möchtest, oder sogar Kontakt zu Christiane Brod aufnehmen möchtest, ist dies hier möglich:
Ambulanter Hospizdienst der Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.
Regionalverband Weser-Ems, Ortsverband Ahlhorn
Mail: christiane.brod@johanniter.de
Hast du noch eine Idee für ein anderes Thema? Dann lass es uns gerne wissen. Diese Sendung ist eine Einladung an Dich. Wir sind kein medizinischer Podcast und wir machen keine Heilversprechen. Wir möchten dir mit diesem Podcast helfen, zu erkennen, zu verstehen und den Blick ins Positive zu richten. Die Körpersprache verstehen, alles im Zusammenhang zu sehen, Blickwinkel verändern u. v. m.
Wenn du mehr über unsere Arbeit wissen möchtest, oder wenn du Kontakt zu uns aufnehmen möchtest, schreibe einfach in die Kommentare oder schreibe uns persönlich:
Anja Renz: https://voiceanjarenz.com
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Inka Weber: www.luxlieder.com
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Alles Liebe,
deine Anja und Inka