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Glocken der Nikolauskirche Unterheinriet - Plenum

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Glocken der Nikolauskirche Unterheinriet - Plenum

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Im Turm der evangelischen Nikolauskirche in Unterheinriet, einem Ortsteil der Gemeinde Untergruppenbach, befinden sich vier Glocken unterschiedlichen Alters. Die älteste Glocke wurde 1883 gegossen, die nächst jüngere wurde 1920 gegossen. Beide stammen aus der Gießerei Gebr. Bachert in Kochendorf. Die beiden größeren Glocken stammen aus der Gießerei A. Bachert in Heilbronn. Die Kreuzglocke wurde 1949 gegossen und 1968 kam die Betglocke noch hinzu. Auszug aus dem in der Kirche ausliegendem Heft: „Die St. Nikolauskirche in Unterheinriet – ein kleiner Kirchenführer -“ über die Glocken: Die Glocken im Turm: Vielleicht läutet nun gerade eine Glocke. Vier Glocken beherbert der Turm. Die kleinste, 160 Kilogramm schwer und 1920 gegossen, sclagt die Viertelstunden und läutet, wenn ein Gemeindeglied gestorben ist um 13 Uhr und im Gottesdienst während einer Taufe. Die nächstgrößere Glocke ist 275 Kilogramm schwer und wurde 1883 gestiftet. 500 Kilogramm schwer ist die dritte Glocke; sie wurde 1949 gegossen. Sie schlägt die vollen Stunden und läutet um 11 und um 15 Uhr, sowie eine halbe Stunde vor Beginn eines Gottesdienstes. Die größte Glocke, 780 Kilogramm schwer und 1968 gegossen, läutet um 6, um 12 und um 18 Uhr, sowie eine Stunde vor Beginn eines Gottesdienstes und in diesem dann zum Vaterunser. Alle Glocken zusammen läuten samstags um 15 Uhr den Sonntag ein und jeweils zu Beginn eines Gottesdienstes. Fünfmal am Tag läuten heute noch die Glocken. Zu einer Zeit, als die einzelnen Leute noch keine Uhr besaßen, gaben die Kirchenglocken dem Tagesablauf eine feste Ordung. Eigentlich rufen die Glocken jedoch zum Beten auf. Bis vor etwa 80 Jahren war es Brauch bei der Bevölkerung, bei jedem Glockenläuten ein festes Gebet zu sprechen. (Text: Christoph Burgenmeister) Glocke4 – die Gedächtnis- und Taufglocke – wurde 1920 von Gebr. Bachert, Kochendorf, gegossen, hat einen Durchmesser von 65 cm, wiegt 166 kg und trägt die Inschriften: „ZUM GEDÄCHTNIS UNSERER TOTEN. 1914 1918“, „JOH. 14,19: ICH LEBE, UND IHR SOLLT AUCH LEBEN.“, „GESTIFTET VON DER GESAMTGEMEINDE UNTERHEINRIET.“ und „GEGOSSEN IM JAHR 1920 VON GEBR. BACHERT IN KOCHENDORF.“ Sie ziert ein Band mit aus Rebe, Weinlaub, Weintraube und Blütensymbole am Fries. Zwischen den Jahreszahlen 1914 und 1918 ist ein Soldatenkreuz, darin Krone, Buchstabe W und die Zahl 1914. Glocke3 – die Lutherglocke – wurde 188§ von Gebr. Bachert, Kochendorf, gegossen, hat einen Durchmesser von 78 cm, wiegt 275 kg und trägt die Inschriften: „EINE FESTE BURG IST UNSER GOTT.“, „IM VIERHUNDERTSTEN JAHRE NACH DER GEBURT MARTIN LUTHERS GESTIFTET VON WITTWE JULIANE SCHABER IN UNTERHEINRIETH 1883.“ und „GEGOSSEN VON GEBR. BACHERT IN KOCHENDORF DER GEMEINDE UNTERHEINRIETH.“ Sie ziert ein Bogenfries. Glocke2 – die Kreuzglocke – wurde 1949 von A. Bachert, Heilbronn, gegossen, hat einen Durchmesser von 94 cm, wiegt 481,5 kg und trägt die Inschrift: „ DEN TOTEN ZUM GEDÄCHTNIS, DEN LEBENDEN ZUR MAHNUNG!“. Am Fries ziert sie einen Wellenlinie mit Kreuz- und Liliensymbol. Glocke1 – die Betglocke – wurde 1968 von A. Bachert, Heilbronn, gegossen, hat einen Durchmesser von 110,9 cm, wiegt 780 kg und trägt die Inschrift: „HERR GOTT, DICH LOBEN WIR“. Als Symbol ziert sie eine Einheit von Hand, Lamm und Taube. Schlagtöne der Glocken: Glocke1: fis' Glocke2: a' Glocke3: h' Glocke4: dis" Einen herzlichen Dank an die Kirchengemeinderatsvorsitzende Frau Rothenöder und an die Mesnerin Frau Weber-Meral für die Erlaubnis, für die Organisation und für das Sondergeläut.