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WARUM OPELS INGENIEURE NICHT ERKLÄREN KONNTEN, WIE MERCEDES' OM 616 EINE MILLION KILOMETER LIEF

Motorenrätsel

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WARUM OPELS INGENIEURE NICHT ERKLÄREN KONNTEN, WIE MERCEDES' OM 616 EINE MILLION KILOMETER LIEF

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Motorenrätsel
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Juni 1972, Opel-Prüfzentrum Dudenhofen: Ein umgebauter Opel GT mit Turbodiesel fährt 52 Stunden lang Runde um Runde. Am Ende stehen 10.000 Kilometer, zwei Weltrekorde und 18 internationale Rekorde im Protokoll. Opel wollte beweisen, dass ein Diesel nicht lahm sein muss. Und trotzdem sammelte die Kilometer, an denen man Dieselmotoren später gemessen hat, ein langsamer Vierzylinder aus Stuttgart: der Mercedes OM 616. In diesem Video geht es nicht um die Frage, welcher Motor auf dem Datenblatt besser war. Auf dem Papier lagen beide erstaunlich nah beieinander: 60 PS aus 2,1 Litern bei Opel, 65 PS aus 2,4 Litern bei Mercedes. Der Opel-Diesel war lebhafter, er war billiger, und Die Zeit nannte ihn 1972 "geradezu konkurrenzlos billig". Opels Ziel war vernünftig, und seine Ingenieure wussten genau, wo ein Diesel unter Last nachgibt. Warum also wurde ausgerechnet der Motor aus Untertürkheim zur Legende der Taxistände? Wir gehen den Spuren in den Dokumenten nach. Ein SAE-Papier von vier Daimler-Benz-Ingenieuren aus dem Jahr 1978 legt die ganze Ahnenreihe offen, vom ersten Diesel-Pkw 1936 bis zum OM 621 von 1958. Ein Erprobungsbericht zeigt, wie Daimler-Benz neue Entwicklungsstufen in echten Taxis laufen ließ und dabei auch Rückschläge notierte. Wir schauen in den Motor: Gusseisen, geschmiedete Pleuel, induktionsgehärtete Ventilsitze, eine Duplex-Steuerkette, eine mechanische Bosch-Pumpe und keine Elektronik. Und wir fragen, welcher Teil davon käuflich war und welcher nicht. Dazu kommen die unbequemen Seiten der Geschichte: die Langsamkeit, die Hubraumsteuer, der August 1978, in dem beide Hersteller im selben Monat einen überarbeiteten Diesel brachten, und die späte, technisch ehrliche Antwort aus Rüsselsheim mit dem Turbodiesel von 1984. Und natürlich das berühmte Taxi von Gregorios Sachinidis aus Thessaloniki, über das sich die Quellen bis heute nicht einig sind: Kaufjahr, Kilometerstand, Kilometer oder Meilen und die Frage, wie viele Motoren es wirklich waren. Am Ende steht eine Korrektur an einer Legende, die seit Jahrzehnten weitererzählt wird, und eine offene Frage, mit der die nächste Geschichte beginnen könnte. Wenn Sie Motorengeschichte mögen, die mit Dokumenten statt mit Mythen arbeitet, abonnieren Sie den Kanal. Und schreiben Sie in die Kommentare: Sind Sie selbst einen W115 oder W123 Diesel gefahren, und wie viele Kilometer hatte er am Ende auf der Uhr?