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Hasselbach, Pydna 1986 Blockade der Atomraketen, JUZ Bingen

Reinhard Sczech

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Hasselbach, Pydna 1986 Blockade der Atomraketen, JUZ Bingen

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Reinhard Sczech
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Hunsrücker Friedensbewegung in den 80er Jahren. Blockade der amerikanischen Atomraketenstation PYDNA und Großdemonstration. Im Hunsrück liefen 1985 im Rahmen des NATO Doppelbeschlusses die Vorbereitungen zur Stationierung von 96 Cruise Missiles auf Hochtouren. Eine alte Raketenstellung bei Hasselbach wurde mit über 180 Millionen DM ausgebaut. Friedens- Kirchen- und Alternativgruppen organisierten Widerstand gegen diese Stationierung. Höhepunkt war am 10. Oktober 1986 in Hasselbach die mit ca. 180.000 TeilnehmerInnen größte politische Demonstration der rheinland-pfälzischen Geschichte. Es war zugleich das erste Mal, dass außerhalb der großen Städte, direkt vor einem Stationierungsort für die Raketen demonstriert wurde. So gab es innerhalb der Aktionsgruppen heftige Diskussionen über die Art und Weise der Demonstration. Letztendlich einigte man sich jedoch, organisierte die Sicherheit selbst, führte Gespräche mit der Polizei, die sich mit einer völlig neuen Taktik (Slogan: "Gewaltfrei im Hunsrück") auch erstaunlich moderat zeigte, so das es zu keinerlei Ausschreitungen kam. Auch der Verlauf der Demonstration verlief völlig friedlich, obwohl die Gemeinde aus Angst vor Ausschreitungen die Demo nur unter 15 Auflagen genehmigte. Andreas Zumach, der damalige Sprecher des Koordinationsausschusses der Friedensbewegung, bezeichnete die Demo schließlich als "riesigen Erfolg der Friedensbewegung", die klargemacht habe, dass das "Geunke die Friedensbewegung sei tot nicht stimmt".(TAZ Bericht vom 13.10.86)