"Du, Nächster, bist mir wichtig" – Predigt Domkapitular Christoph Ohly
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Im Mittelpunkt der Predigt von Christoph Ohly steht das Gleichnis vom verlorenen Schaf und der verlorenen Drachme aus dem Lukasevangelium.
Anhand der beiden Erzählungen verdeutliche Jesus, dass Gott keinen Menschen verloren gebe, sondern ihn voller Liebe suche. Der heilige Ambrosius von Mailand deute Christus als den guten Hirten, der den Menschen nicht mit Vorwürfen zurückhole, sondern ihn in Liebe nach Hause trage.
Gottes Freude über jeden Menschen
Auch das Licht, mit dem die Frau nach der verlorenen Drachme suche, stehe für Christus, der das Leben erhelle, um den Menschen wiederzufinden. Die Freude über das Wiedergefundene sei ein Sinnbild für Gottes Freude über jeden Menschen. Er wolle mit den Menschen das "Festmahl seiner Liebe und damit das Festmahl ewigen Lebens" feiern.
Ohly lud die Gläubigen im Namen des Evangeliums zu zwei Dingen ein: Sie sollten sich in das Licht Gottes stellen, seine Gegenwart suchen und sich von ihm finden lassen – gerade dort, wo sie sich selbst verloren hätten oder sich von ihm fernhielten.
Zugleich sollten sie auch einander suchen und niemanden verloren geben. "Du, Nächster, bist mir wichtig", solle ihre Haltung dabei deutlich machen. Mit Worten der Versöhnung, Vergebung, Ermutigung und des Interesses könnten sie ihren Mitmenschen zeigen: "Ich suche dich."