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"Gott ist da, wo die Menschen wohnen" - Predigt Rainer Maria Kardinal Woelki

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"Gott ist da, wo die Menschen wohnen" - Predigt Rainer Maria Kardinal Woelki

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In seiner Predigt während des Pontifikalrequiems aus dem Kölner Dom zu Allerseelen lenkte Kardinal Rainer Maria Woelki den Blick auf die staunenswerte Geschichte des Domes. Was, so fragte er, müsse die Menschen des Mittelalters bewegt haben, als sie den Kölner Dom schon von weitem sehen konnten? Wie viel größer das Staunen, als ihnen erzählt wurde, dass das Haus Gottes noch viel größer und höher werden solle. Dieses Staunen erlebe der Kardinal bis heute, etwa am Sonntag im Rahmen der Dreikönigswallfahrt, wenn Menschen von fern kommen und den Dom bewundern. "Wenn schon Menschen auf der Welt so etwas Tolles sich erdenken und dann auch bauen können, wie schön muss es dann erst im Himmel sein", fragte der Kölner Erzbischof. Der Dom, der in die Höhe strebt, lade dazu ein, den Blick zu Gott zu heben. Die Lesung zur zweiten Vesper am Kirchweihfest habe dies in Worten gemalt: das himmlische Jerusalem. Die irdische Stadt mit ihren starken Mauern und großen Toren sei ein Bild für den Himmel. Menschen hätten den Dom geplant, gespendet, gearbeitet, geschuftet, manche seien dabei tödlich verunglückt. Seitdem sei Gott wirklich am Altar, im Tabernakel. "Gott wohnt mitten unter den Menschen. Gott ist da, wo die Menschen wohnen", betonte Kardinal Woelki. Der Kölner Dom symbolisiere das sogar wörtlich: Unter der Vierung, am Altar, liege der Mittelpunkt der Stadt Köln. Der kleine Vierungsturm mit dem Stern anstelle des gewohnten Kreuzes sei der Punkt, auf den die Pilger von weitem schauten und von dem alle Kilometerangaben nach Köln gemessen würden. Abschließend forderte der Kardinal, der Glaube an den Gott, der unter den Menschen Wohnung nimmt, dürfe nicht in Vergessenheit geraten, und der Dom müsse der nächsten Generation erhalten bleiben. "Eine Generationenaufgabe, nicht leicht, aber dieser Aufgabe stellen wir uns", wo Woelki. Der Dom solle für immer Ort der Begegnung der Menschen mit Gott bleiben, denn dafür sei er gebaut.