Warum gute Kommunikation kein Zufall ist – und wie sie gelingt
Jens Wiesner
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Warum gute Kommunikation kein Zufall ist – und wie sie gelingt
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Jens Wiesner
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Kommunikation gilt in vielen Unternehmen als selbstverständlich. Doch warum entstehen trotzdem ständig Missverständnisse, Zeitverluste und Konflikte?
In dieser Folge widmen sich Nicole Förster und Jens Wiesner der fundamentalen Frage, warum wir überhaupt kommunizieren, warum weder Sender noch Empfänger jemals neutral sind und wie Führungskräfte mit erprobten Modellen sofort mehr Klarheit in ihre Gespräche bringen.
Die Kernthemen und Inhalte dieser Folge im Überblick:
(1:33) - Mehr als reine Datenübertragung
Der reine Austausch von Informationen ist nur die halbe Wahrheit. Kommunikation dient vor allem dem Beziehungsaufbau, der sozialen Interaktion sowie dem Ausdrücken von Gefühlen, Meinungen und Haltungen.
(2:50) - Die Kosten schlechter Kommunikation
Laut einer Statista-Studie führen Kommunikationsfehler bei 15 % der Führungskräfte zu gescheiterten Geschäftsabschlüssen, bei 27 % zu gestiegenen Kosten und bei 43 % der Angestellten zu verringerter Produktivität.
(4:22) - Lernen von der Luftfahrt
Während in der Luftfahrt eine strikte, unmissverständliche Phrasologie zur Vermeidung von Fehlern genutzt wird, müssen im Unternehmensalltag andere Werkzeuge greifen.
(8:29) - Die Illusion der Neutralität
Das Eisbergmodell
Die 90 % unter der Oberfläche: Unsere Werte, Erfahrungen, Ängste, Grundbedürfnisse und die Tagesform bilden den unsichtbaren Teil des Eisbergs, der jede Botschaft beim Senden und Empfangen unbewusst einfärbt.
Unbewusste Filter: Weder Sender noch Empfänger kommunizieren jemals völlig objektiv oder neutral.
(10:19) - Subjektive Bewertung
Nach Charles E. Osgood transportiert jede Nachricht zu 50 % Fakten und zu 50 % eine subjektive Bewertung.
Wer spricht da eigentlich?
(12:34) - 4 Kommunikationsstile nach Persona Global
Das Modell bewertet Verhalten entlang zweier Achsen: Dominant vs. Zurückhaltend und Ausdrucksvoll vs. Reserviert. Orthogonal übereinander gelegt entsteht eine Matrix mit vier Quadranten. Hinter jedem zugehörigen Stil steckt ein spezifisches Basisbedürfnis:
Der Beherrschende Stil (Dominant & Reserviert): Fokussiert auf Ergebnisse, Effizienz und Kontrolle.
Der Promotende Stil (Dominant & Ausdrucksvoll): Visionär, begeisterungsfähig, sucht Anerkennung und Applaus.
Der Integrierende Stil (Zurückhaltend & Ausdrucksvoll): Empathisch, loyal, sucht Akzeptanz und Beziehungssicherheit.
Der Analytische Stil (Zurückhaltend & Reserviert): Gründlich, präzise, sucht Sicherheit durch Richtigkeit.
(30:09) - Die Platin-Regel der Kommunikation: Wirksame Führung bedeutet, nicht nur im eigenen Stil zu verharren, sondern die Ansprache an die Basisbedürfnisse des Gegenübers anzupassen, um echte Win-Win-Lösungen zu erzielen.
(32:17) - Die 4 Seiten einer Nachricht (Schulz von Thun)
Jede Nachricht enthält vier Seiten und damit gleichzeitig: Sachinhalt, Selbstkundgabe, Beziehung und Appell.
(37:20) - Praktische Empfehlungen für deinen Führungsalltag
Ohr-Bewusstsein entwickeln: Wenn eine Aussage ein Störgefühl auslöst, halte inne. Frage dich: Auf welchem Ohr hat mich das getroffen und war die Botschaft wirklich als persönlicher Angriff gemeint?
Klar Senden: Verstecke deine Wünsche und Aufträge nicht hinter der Selbstkundgabe oder Beziehungsebene, sondern formuliere klare Appelle auf der Sachebene.
Bedürfnisse erkennen: Hinter jedem sperrigen Verhalten steckt ein unerfülltes Bedürfnis. Gibst du dem analytischen Stil die nötige Sicherheit oder dem Promotenden Stil die Anerkennung, löst sich der Widerstand oft sofort auf.
(38:47) - Dein Impuls für die Woche:
Beobachte in den nächsten Tagen gezielt deine Gespräche: In welchem Stil kommunizieren deine Kollegen und Mitarbeitenden? Welches Bedürfnis steckt dahinter und auf welchem Ohr hörst du bevorzugt, wenn es mal knirscht?
Links & Ressourcen zur Folge:
Interesse am webbasierten Persona Global Assessment inkl. Training für dein Team? Kontaktiere uns direkt unter: solidimpact.de
Bleib wirksam! In 14 Tagen hören wir uns zur nächsten Folge.