Ein Helmtaucher schlug 1911 im Salzkammergut ein Werkzeug aus dem Fels — er tauchte dort nie wieder
Verlorene Zeiten Archiv
0:00 / 0:00
Ein Helmtaucher schlug 1911 im Salzkammergut ein Werkzeug aus dem Fels — er tauchte dort nie wieder
2 759 просмотров · 1 день назад
Verlorene Zeiten Archiv
1,79 тыс. подписчиков
2 759 просмотров · 1 день назад
Im Frühjahr 1911 stieg der Linzer Helmtaucher Johann Pesendorfer unter der Kienbergwand in den Mondsee, um eine missglückte Sprengung zu prüfen. In elf Metern Tiefe hatte die Ladung den Kalkstein nur aufgerissen – und im Riss steckte ein Stück grünes Metall, gehalten von Gestein, das nicht zerbrochen war. Heraus kam ein dreiundzwanzig Zentimeter langer Gegenstand mit einer Spiralrille, deren Windungen die Bahnwerkstatt in Salzburg nicht nachschneiden konnte.
Die k.k. Geologische Reichsanstalt schickte einen Geologen. Sein Bericht ist im Register vermerkt, der Akt selbst gilt als verschollen, und im Tauchbuch fehlen drei Seiten – sauber am Bund herausgeschnitten. Am selben Ufer liegen die Pfahlbauten der Mondseegruppe, in denen vor fünftausend Jahren Kupfer geschmolzen wurde. Die Fischer von Scharfling setzten unter der Wand keine Netze, und der Taucher fand ein zweites Mal etwas, das in keinem Protokoll steht.
Diese Dokumentation legt beide Stränge nebeneinander: die Akten der Baustelle und die Überlieferung der Familie. Die geologische Erklärung – wiederverbackener Felssturzschutt – wird in voller Stärke vorgetragen. Ein Schluss wird nicht gezogen.
Warum, glauben Sie, stieg ein Mann mit vierzehn Jahren Erfahrung unter Wasser nie wieder an dieser Wand hinab?
Diese Dokumentation stützt sich auf historische Aufzeichnungen, archäologische Forschung und lokale mündliche Überlieferung. Sie stellt belegte Befunde neben Fragen, die bis heute offen sind. Wo sich die Darstellungen unterscheiden, werden beide gezeigt. Nichts davon wird als abschließendes Ergebnis behauptet.