3 3 Bosnien - nach Lukomir, die höchstgelegene Siedlung Bosniens
Hans
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Das Bergdorf Lukomir ist mit einer Höhe von 1.495 Metern die höchstgelegene und eine der abgelegensten dauerhaften Siedlungen in ganz Bosnien und Herzegowina. Es liegt etwa 40 bis 50 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Sarajevo an den Südhängen des Berges Bjelašnica. Lukomir gilt als das „letzte traditionelle bosnische Dorf“, da sich die Lebensweise der Menschen und die Architektur über Jahrhunderte kaum verändert haben.
Es ist die einzige bewohnte Siedlung des Landes, die über 1.300 Metern liegt. In den harten Wintermonaten (meist von November bis April) ist das Dorf komplett eingeschneit und auf dem Landweg nicht erreichbar. Die meisten Familien ziehen für den Winter in tiefere Regionen und kehren im Frühling zurück.
Das Ortsbild ist geprägt von bis zu 200 Jahre alten Steinhäusern, die mit Schindeln aus Kirschbaumholz gedeckt sind. Im Zentrum des Dorfes befindet sich zudem eine kleine historische Moschee.
Die verbliebenen Einwohner leben primär von der Schafhaltung, der Weidewirtschaft und der Herstellung von handgestrickten Wollprodukten. In den Sommermonaten öffnet sich das Dorf für den sanften Tourismus. Besucher können in lokalen Hütten einkehren, traditionelle Gerichte wie bosnische Pita probieren und sogar übernachten.
Am Rande des Dorfes befinden sich historische Stećci. Diese monumentalen, verzierten Grabsteine stammen aus dem 14. und 15. Jahrhundert und belegen, dass der Ort seit dem Mittelalter besiedelt ist.