100.000 Liter Milch am Tag — aber keine Gummireifen: Das Geheimnis der Mennoniten in Bolivien
Fremde Heimat Doku
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Warum fahren die Traktoren der Altkolonier-Mennoniten in Bolivien auf Stahlrädern statt auf Gummireifen? In dieser Doku besuchen wir die deutschsprachigen Kolonien im Tiefland von Santa Cruz und zeigen, wie ihre Regeln entstehen, wie sie leben, arbeiten und lernen, und wo die Grenze zwischen ihrer Welt und unserer verläuft.
Riva Palacios gilt als größte Mennonitenkolonie Boliviens. Hier wird die Milch von Hand gemolken, mit dem Pferdewagen abgeholt und an einen der großen Milchkonzerne des Landes geliefert. Gleichzeitig stimmen die Männer der Gemeinde selbst über die Ordnung ab: welche Fahrzeuge erlaubt sind, welche Geräte, welche Wege. Wir vergleichen drei Kolonien mit denselben Wurzeln und drei verschiedenen Grenzen: Stahlrad, Gummireifen, Auto. Und wir sprechen auch über die andere Seite: Landkonflikte, die ausgetrocknete Laguna Concepción und Kolonien, die um Wasser kämpfen.
📌 KAPITEL
00:00 Die Frage nach dem Stahl
01:09 Wer sind die Altkolonier?
03:42 Die Milch
07:07 Die Ordnung
09:46 Warum Stahl statt Gummi?
13:12 Die Schule
16:27 Wachstum und Konflikt
19:34 Was sie bewahren
20:45 Nächste Folge: Fernheim
📚 QUELLEN
– Eileen Kinch: „Keepers of the old ways“, Anabaptist World, 27.10.2023
– Benjamin Nobbs-Thiessen: „Soybeans and Milk“, Anabaptist Historians, 2016
– Mennonite Central Committee / Canadian Mennonite: Lehrmaterial für Altkolonier-Schulen in Bolivien
– Mongabay Latam: Ausbreitung mennonitischer Agrarflächen in Bolivien (2022/2023)
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