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Eine sumerische Tafel sagt: Alle sprachen EINE Sprache — und sie nennt den, der sie zerbrach

Sumer Protokoll

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Eine sumerische Tafel sagt: Alle sprachen EINE Sprache — und sie nennt den, der sie zerbrach

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Sumer Protokoll
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#sumerer #anunnaki #mesopotamien Es gibt einen Satz, der seit viertausend Jahren in einer Tontafel steht und so beiläufig hingeschrieben ist, dass man ihn beim Lesen fast überblättert. Er behauptet, dass die Menschheit einmal eine einzige Sprache gesprochen hat. Und er behauptet etwas, das erheblich unangenehmer ist: dass dieser Zustand nicht von selbst geendet hat. Der Text nennt den Namen dessen, der ihn beendet hat — und er benutzt dafür ein Wort, mit dem sumerische Schreiber sonst Verwaltungs- vorgänge beschreiben: etwas wurde geändert. Diese Zeilen sind rund tausend Jahre älter als die Geschichte vom Turmbau zu Babel. Sie stehen nicht in einem religiösen Buch, sondern mitten in einer Erzählung über einen Handelsstreit, zwischen einem Botengang und einer Verhandlung über Lapislazuli. In diesem Video: «Enmerkar und der Herr von Aratta», über 600 Zeilen, überliefert auf Dutzenden Schülertafeln aus Nippur, geschrieben um 1800 v. Chr. Der Nudimmud-Spruch, den Enmerkar seinem Boten mitgibt, bevor dieser sieben Berge überquert. Die vier Zeilen goldenes Zeitalter, in denen nur aufgezählt wird, was fehlt — keine Schlange, kein Skorpion, keine Hyäne, kein Löwe. Der Satz, in dem das ganze bekannte Weltall in einer einzigen Zunge zu Enlil spricht. Und die zwei Zeilen danach, in denen Enki, der freundlichste Gott des Pantheons, die Rede in ihrem Mund verändert. Dann der Übersetzungsstreit, der bis heute nicht entschieden ist: Samuel Noah Kramer las die Passage als älteste Fassung der Sprachverwirrung und nannte sie «den babylonischen Turm der Sumerer». Thorkild Jacobsen las denselben Text genau andersherum — nicht als Rückblick auf einen Verlust, sondern als Wunsch für die Zukunft. Warum beide recht haben können, liegt am sumerischen Verb: ändern, anders machen, feindlich machen. Weiter: Genesis 11 und warum die Ziegel und das Erdharz beweisen, dass der biblische Verfasser Mesopotamien kannte. Das Etemenanki und die Zikkurat als reales Vorbild des Turms. Der Unterschied zwischen einer Predigt und einem Protokoll. Was die historische Sprachwissenschaft wirklich sagen kann — und wo bei etwa sechs- bis achttausend Jahren ihre Reichweite endet. Warum ausgerechnet das Sumerische eine isolierte Sprache ohne bekannte Verwandte ist. Und schließlich die Stelle, die kaum jemand kennt: Als Enmerkars Botschaft zu lang wird und der Bote, «dessen Mund schwer war», sie nicht mehr wiederholen kann, klopft der Herr von Kulaba Lehm zurecht und setzt die Worte darauf. Derselbe Text, der vom Verlust der einen Sprache erzählt, behauptet auch die Erfindung der Schrift — mit einer Begründung, die kein Mythos ist, sondern ein Betriebsproblem. Was die Archäologie dazu sagt (Uruk IV, Tonmarken, Abrechnungen), und warum die Keilschrift am Ende genau das leistete, was der Spruch beklagt. Kapitel: 00:00 Der Satz, den man fast überblättert 01:26 Enmerkar und der Herr von Aratta 01:54 Schülertafeln aus Nippur 02:24 Uruk, Inanna und das Material aus Aratta 02:52 Sieben Berge: der Bote 03:37 Keine Ware — eine Beschwörung 03:48 Der Nudimmud-Spruch 04:18 Das goldene Zeitalter in vier Zeilen 05:04 «In einer einzigen Zunge» 05:36 Enki verändert die Rede 05:50 Was hier nicht steht 06:39 Kramer: der babylonische Turm der Sumerer 07:12 Jacobsen liest es umgekehrt 07:53 Warum das Verb den Streit erlaubt 09:48 Die me und die Anunnaki 11:27 Genesis 11: Ziegel und Erdharz 12:31 Die Zikkurat als Vorbild 13:19 Predigt gegen Protokoll 13:56 Was die Sprachwissenschaft sagen kann 14:35 Sumerisch ist isoliert 15:05 Latein und fünf Töchter 16:25 Der Bote, dessen Mund schwer war 16:41 Die Erfindung der Schrift 17:59 Uruk IV: es begann mit Abrechnungen 19:28 Keilschrift über Sprachgrenzen 21:59 Kein Fluch, ein Verwaltungsakt 23:50 Philadelphia und Kopenhagen #sumerer #anunnaki #mesopotamien #geschichte #archaeologie #hochkultur #praeastronautik