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Was der Rhein 1936 Enthüllte — und Warum es Heute Versiegelt ist

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Was der Rhein 1936 Enthüllte — und Warum es Heute Versiegelt ist

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Im August 1936 sank der Rheinpegel auf einen Stand, der seit Beginn der Aufzeichnungen nicht mehr verzeichnet worden war. Ein Winzer namens Karl Brenner ging 270 Meter auf das freigelegte Flussbett hinaus — und trat auf Stein. Behauene Platten, Entwässerungsrinnen, zwei Schichten mit einem gezielten Hohlraum dazwischen. Eine Straße unter dem Grund des Rheins. Innerhalb von 48 Stunden, nachdem Ingenieure der Strombauverwaltung sie vermessen und fotografiert hatten, öffnete man die Schleusen eines stromaufwärts gelegenen Wehrs. Das Wasser stieg. Die Straße verschwand. Das Betriebsprotokoll der Koblenzer Messstation enthält für die Tage des 16., 17. und 18. August 1936 keine Einträge — die einzigen fehlenden Tage in einem Protokoll, das fast fünfzig Jahre lückenlos geführt wurde. Drei Zeugenberichte sind erhalten: Karl Brenners handschriftlicher Bericht von 1954, der Brief seines Nachbarn Wilhelm Hofer vom 19. August 1936 und die aufgezeichnete Aussage von Gertrud Vogt aus dem Jahr 1998 ans Mittelrhein-Museum Koblenz. Alle drei stimmen in den baulichen Details überein. Die Fotos, die die Behörde aufgenommen hatte, sind bis heute in keinem öffentlichen Archiv aufgetaucht. Der Rhein ist nicht der einzige Fluss in dieser Region, der während einer Dürre etwas preisgegeben hat. 1934 die Elbe bei Dresden. 1956 ein Stausee an der Donau in Österreich. 1988 die Aare bei Bern. Jedes Mal: kurz freigelegt, kaum dokumentiert, wieder bedeckt. Das Muster ist dasselbe. #Rhein #VersunkeneStraße #Schlammflut