Copilot Wave 4: Was sich mit M365 Copilot jetzt verändert
Pascal Brunner-Nikolla
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Copilot Wave 4: Was sich mit M365 Copilot jetzt verändert
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Pascal Brunner-Nikolla
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In dieser Oktober-Ausgabe von Copilot Your Day sprechen Christoph Twiehaus und Pascal Brunner-Nikolla über Microsofts Ankündigung von Wave 4 und darüber, warum sie mehr als ein weiteres UI-Update ist. Im Mittelpunkt steht der Wandel von einzelnen Apps und Tools hin zu einem einheitlichen Copilot-Erlebnis, das Nutzer zwischen Chat, Cowork, Code, Skills und App-Runtimes begleitet.
Außerdem geht es um die Herausforderungen: Adoption, Governance, Kostenkontrolle, Tokenökonomie und die Frage, wie Unternehmen Mitarbeitenden den Umgang mit einer zunehmend komplexen KI-Plattform vermitteln.
Zentrale Themen
Copilot wird zur „Super App“
Christoph beschreibt das neue Copilot-Erlebnis als zentrale Anlaufstelle für den gesamten KI-Workflow – mit Copilot und Microsoft-365-Apps wie Word, Excel und PowerPoint.
Die Veränderung betrifft nicht nur die Oberfläche, sondern auch das Verhalten: Nutzer sollen in einer App bleiben, statt zwischen verschiedenen Tools zu wechseln.
Wave 4 verändert das Copilot-Modell
Pascal erklärt, dass Home Copilot Chat und Cowork zusammenführt, während Code und Autopilot die Plattform in Richtung anspruchsvollerer Informationsarbeit und programmatischer Aufgaben erweitern.
Die Ankündigung wird als grundlegender Plattformwechsel eingeordnet – nicht bloß als eine Handvoll neuer UI-Schalter.
Der Wechsel zwischen Modi wird zur Herausforderung
Eine weniger offensichtliche Neuerung: Copilot könnte entscheiden, ob eine Aufgabe an Chat oder Cowork geht.
Das kann die Bedienung vereinfachen, wirft für Nutzer und Unternehmen aber eine neue Frage auf: „Wann verwende ich was?“
Die Einführung wird erst einmal anspruchsvoller
Christoph und Pascal betonen, dass viele Unternehmen noch Schwierigkeiten haben, Copilot überhaupt in die Nutzung zu bringen. Manche Teams arbeiten sich noch in grundlegende Teams-Funktionen ein.
Wave 4 könnte helfen, aber zugleich die Lücke zwischen frühen Anwendern und dem Rest der Organisation vergrößern.
Governance und Tokenökonomie müssen neu gedacht werden
Christoph berichtet von einem Governance-Projekt, bei dem die Tokenökonomie innerhalb weniger Wochen immer wieder neu bewertet werden musste.
Im Mittelpunkt steht, Mitarbeitenden zu vermitteln, welches Copilot-Modell sie wann nutzen sollten, welche Kosten entstehen und warum menschliche Prüfung weiterhin wichtig ist.
Kosten und Abrechnung werden komplexer
Pascal erklärt die Modelle User Subscription License und Usage Based Billing.
Die neuen Funktionen für FinOps for AI wirken vielversprechend, doch bis sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verlässlich anfühlen, dürfte es noch dauern.
Der Mehrwert muss sichtbar sein
Eine zentrale Sorge: Unternehmen könnten viel investieren, ohne einen klaren Nutzen zu erkennen.
Pascal meint, dass Teams eher bereit sind, Kosten und Kompromisse zu akzeptieren, sobald der Mehrwert deutlich wird.
Shadow AI und Datenschutz bleiben ungelöste Fragen
Christoph spricht das Risiko an, dass Mitarbeitende ihre Arbeit aus der Unternehmensumgebung verlagern könnten, wenn Credits aufgebraucht sind oder bestimmte Modelle gesperrt werden.
Die Herausforderung ist nicht nur technische Kontrolle. Die Organisation muss auch verstehen, warum Daten und Inhalte im richtigen Kontext bleiben sollten.
Die Zukunft ist plattformübergreifend
Zum Abschluss betont Christoph, dass Unternehmen über das Microsoft-Ökosystem hinausdenken müssen.
So wie Unternehmen Software von verschiedenen Anbietern beziehen, wird auch die KI-Strategie voraussichtlich mehrere Plattformen umfassen.