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12 Monster-Receiver aus Japan, die Deutschland verpasst hat und von denen du NIE GEHÖRT hast

Funkstille

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12 Monster-Receiver aus Japan, die Deutschland verpasst hat und von denen du NIE GEHÖRT hast

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Osaka, Herbst 1977. Zwei Männer wuchten ein Gerät auf eine Werkswaage, und die Nadel bleibt knapp vor vierzig Kilogramm stehen. Im Netzteil sitzen vier Kondensatoren, jeder ungefähr so groß wie eine Bierdose. Damals lag dieses Ding für rund 1.800 Dollar im Prospekt. Heute zahlen Sammler eine fünfstellige Summe dafür, und ein sauber überholtes Exemplar ist innerhalb von Tagen weg. Welches Gerät das ist, lösen wir erst ganz am Schluss auf. Zwischen 1974 und 1980 lieferten sich die japanischen und amerikanischen Hersteller einen Kampf, für den die Branche einen eigenen Namen erfunden hat: den Receiver-Krieg. Ein Monster-Receiver, so hieß das wirklich, war ein Verstärker mit eingebautem Radio ab zwei mal hundert Watt aufwärts. Am Ende dieser Eskalation standen Geräte mit 330 Watt pro Kanal, mit 45 Kilogramm Gewicht und einer Stromaufnahme von über tausend Watt. Für Musik. In einem Wohnzimmer. In diesem Video gehen wir zwölf davon durch, von hinten nach vorn, mit jeweils der Herkunft, dem Bruchpunkt und dem heutigen Marktwert. Dabei geht es um einen Receiver, den sein Hersteller in zwei getrennte Gehäuse zerlegen musste, weil ihn sonst kein Mensch mehr allein hätte tragen können. Um eine Firma, die in ihren Anzeigen den stärksten Receiver der Welt ankündigte und dieses Versprechen kein Jahr später selbst gebrochen hat, und zwar ohne Zutun der Konkurrenz. Um einen japanischen Hersteller, der die größten Geräte seiner Firmengeschichte ausgerechnet in dem Moment baute, in dem die Firma anfing zu schrumpfen. Und um ein Modell, dessen Neupreis 5.500 Mark betrug und von dem vermutlich nur rund tausend Stück existieren. Für deutsche Zuschauer hat die Sache einen besonderen Beigeschmack, und das ist die unbequeme Wahrheit hinter der ganzen Liste: In diesem Wettrüsten kämpfte keine einzige deutsche Marke mit. Fast alle diese Receiver waren reine Exportware für Nordamerika und standen in deutschen Ladenzeilen praktisch nie. Wer hier in den Siebzigern Musik hören wollte, kaufte SABA, Grundig oder Telefunken. SABA in Villingen gab die HiFi-Produktion 1979 auf und ging ein Jahr später an Thomson. Ein ganzes Kapitel HiFi-Geschichte ist deshalb an diesem Land vorbeigelaufen. Ein Hinweis in eigener Sache: Bei mehreren dieser Geräte geben die Quellen unterschiedliche Baujahre an, und bei einem sind die gebauten Stückzahlen nirgends sauber dokumentiert. Beides sagen wir im Video offen dazu, statt uns stillschweigend für die hübschere Zahl zu entscheiden. Wenn dir alte Audiotechnik und die Firmengeschichten dahinter etwas bedeuten, lass ein Abo und ein Like da. Und schreib in die Kommentare, ob bei dir im Keller oder auf dem Dachboden noch so ein silberner Klotz steht und welcher Name darauf klebt. Ich bin mir ziemlich sicher, dass unter den Zuschauern dieses Videos jemand auf einem Vermögen sitzt und es bis heute nicht weiß.