VFW 614: Der deutsche Jet, der am Markt vorbeiflog
Vergessene Flügel
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VFW 614: Der deutsche Jet, der am Markt vorbeiflog
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Vergessene Flügel
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Zwei Triebwerke über den Tragflächen, ein Jet für kurze Strecken – und am Ende nur 19 gebaute Maschinen, drei davon Prototypen. Die VFW 614 aus Bremen sollte Jetgeschwindigkeit auf kleine Flugplätze bringen, doch zwischen dem, was der Hersteller brauchte, und dem, was Fluggesellschaften bestellten, klaffte eine große Lücke.
Entstanden ist die VFW 614 bei den Vereinigten Flugtechnischen Werken in Bremen, später gemeinsam mit Fokker im Unternehmen VFW-Fokker. Die ungewöhnliche Triebwerksposition hatte einen praktischen Grund: Sie schützt vor Fremdkörpern auf einfachen Pisten. Nach dem Erstflug 1971 und dem Verlust des ersten Prototyps bei einem Testflug 1972 erhielt der Regionaljet 1974 seine Zulassung und flog unter anderem bei Cimber Air.
Nach Rechnung des Herstellers hätte sich das Programm erst mit rund 175 verkauften Maschinen getragen. Warum kam es nicht so weit? Das Video betrachtet die Bestelllage, die Rolle der Lufthansa, den Preisdruck, die staatliche Unterstützung, die Ölkrise und die Struktur des Vertriebs. Der Misserfolg hatte mehrere Ursachen, keine einzelne erklärt ihn allein. Auch das Ende der Serienfertigung Ende 1977 und die Neuordnung der Luftfahrtindustrie gehören dazu, als Hintergrund und nicht als bewiesener Alleingrund.
Und dann ist da noch das zweite Leben: Als Forschungsflugzeug ATTAS flog eine VFW 614 für das DLR bis 2012 als fliegender Simulator. Kommerzieller Erfolg und technischer Nutzen sind eben zwei verschiedene Dinge.
War die VFW 614 ihrer Zeit voraus – oder hatte sie einfach keinen ausreichend großen Markt? Schreib es gern in die Kommentare.
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