Ich glaube euch nicht mehr, nur warum ©
Ranjan Flury
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Ich glaube euch nicht mehr, nur warum ©
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Ranjan Flury
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[Instrumental Intro – 35 Sekunden. Schweres Riff, Cello, Klavier und hohe Leadgitarre spielen das Hauptmotiv.]
[Frau – hoch, sehnsüchtig]
Warum glaubst du
niemandem mehr?
Warum fällt dir
die Nähe schwer?
[Mann – tief]
Weil ich verlor,
was einmal war.
UND IRGENDWANN
SAH ICH ZU KLAR.
[Strophe 1 – Mann]
Ich hatte Liebe.
Ich hatte Zeit.
Ein ganzes Leben,
für zwei bereit.
Ich hatte Träume,
ein festes Wir.
Gab meine Hoffnung,
mein Herz dafür.
Ich habe getragen,
hab fest vertraut.
Auf einem Wort
mein Leben gebaut.
Doch was ich hielt,
zerbrach entzwei.
UND PLÖTZLICH
WAR ICH
GANZ ALLEIN.
Nicht nur ein Mensch
war plötzlich fort.
Auch meine Zukunft
starb an diesem Ort.
[Pre-Chorus – Beide, steigend]
Und keiner sah,
was in mir brach.
Wie ich noch stand,
obwohl ich lag.
Wie man noch lächelt,
obwohl man fällt,
WENN NIEMAND
DEINE LAST
MEHR HÄLT.
[Refrain – Beide, gewaltig melodisch]
ICH GLAUBE EUCH
NICHT MEHR!
Nicht weil mein Herz
nichts fühlen kann!
ICH GLAUBE EUCH
NICHT MEHR!
Weil ich den Worten
nicht mehr trauen kann!
Ihr redet Liebe.
Ihr redet Treue.
Doch wenn es kostet,
kommt schnell die Reue.
ICH HAB GELERNT,
WAS ÜBRIG BLEIBT,
WENN EIN VERSPRECHEN
NICHT MEHR TRÄGT!
[Instrumental – 20 Sekunden. Anfangsmelodie kehrt mit hoher Leadgitarre und Cello zurück.]
[Strophe 2 – Mann]
Dann kamen Jahre,
still und schwer.
Die Hände voll,
das Herz so leer.
Verantwortung,
die niemand sah.
Und jeden Morgen
war sie da.
Ich musste weiter,
musste steh'n.
Auch wenn die Beine
kaum noch geh'n.
Kein Mensch,
der meine Sorgen trug.
Kein Arm,
der sagte: Es ist genug.
Ich lernte Stille.
Lernte Schmerz.
Und hörte tiefer
in mein Herz.
Was ich einst glaubte,
prüfte ich.
UND MANCHES
ÜBERLEBTE
DIE WAHRHEIT NICHT.
[Frau]
Hat dich der Schmerz
denn hart gemacht?
[Mann]
NEIN.
ER HAT MICH
WACH GEMACHT.
[Pre-Chorus – Beide]
Ich sah die Worte.
Sah die Tat.
Sah, was ein Mensch
zu geben hat.
Was er verspricht,
wenn alles leicht,
UND WAS ER TUT,
WENN SEIN VORTEIL WEICHT.
[Refrain – Beide]
ICH GLAUBE EUCH
NICHT MEHR!
Nicht weil ich Liebe
nicht mehr will!
ICH GLAUBE EUCH
NICHT MEHR!
Weil hinter Worten
oft nichts blieb!
Ihr wollt Verbindung.
Wollt gemeint sein.
Doch wollt zugleich
noch frei zum Spielen sein.
ICH KANN NICHT MEHR
SO TUN, ALS WÄR
DAS ALLES LIEBE,
WAS IHR LIEBE NENNT!
[Instrumental – 25 Sekunden. Anfangsmotiv kehrt dunkler zurück. Gitarren und Streicher steigern sich.]
[Strophe 3 – Mann]
Und wenn ich sage:
Ich spiel nicht mit,
dann denkt ihr nur
an Flirt und Schritt.
Doch dieses Spiel
liegt viel zu tief.
Es ist der Mensch,
der vor sich selber flieht.
Man sagt, man liebt.
Doch bleibt nur gern,
solang die Folgen
von einem fern.
Man will die Wahrheit,
doch nur bequem.
Man will ein Herz,
das sich lässt dreh'n.
Man sucht Bestätigung
statt zu versteh'n.
Will sich im Blick
der andern seh'n.
Man nennt es normal,
weil jeder es tut.
DOCH NORMAL
IST NICHT IMMER GUT.
Es ist das Nehmen,
ohne zu geben.
Das grosse Reden,
ohne es zu leben.
DAS WOLLEN,
OHNE SELBST ZU SEIN.
UND DANN NOCH
GLAicht weil ich
Menschen hasse.
Nicht weil ich
niemandem mehr vertraue.
Sondern weil ich
nicht mehr gegen
das leben kann,
was ich erkannt habe.
[Frau]
Und was hast du erkannt?
[Mann]
DASS EIN MENSCH
NICHT DAS IST,
WAS ER
ÜBER SICH ERZÄHLT.
SONDERN DAS,
WAS ER LEBT,
WENN ES
ETWAS KOSTET.
[Frau – hoch, sehnsüchtig]
Und wenn ich
wirklich echt bin?
Wenn meine Worte
auch morgen noch besteh'n?
[Mann – tief, warm]
Dann muss ich
dir nicht blind glauben.
Dann werde ich
es selber seh'n.
[Finale – Beide, kraftvoll und melodisch]
ICH HAB VERLOREN,
DOCH NICHT MEIN HERZ!
ICH HAB GELERNT
DURCH JEDEN SCHMERZ!
Ich will nicht mehr
an Worte glauben,
die mir am Ende
alles rauben.
DOCH WENN EIN HERZ
DIE WAHRHEIT LEBT,
AUCH WENN DER WIND
SICH GEGEN UNS DREHT,
DANN MUSS ICH
NICHT MEHR SUCHEN,
NICHT MEHR FLIEH'N.
DANN WERDE ICH
DIE LIEBE
WIEDER SEH'N.
[Instrumentales Ende – Das Anfangsmotiv erklingt ein letztes Mal vollständig. Die hohe Leadgitarre steigt sehnsüchtig auf, hält einen warmen Ton und fällt langsam in die Tiefe. Cello und Klavier tragen die letzten Töne. Ein schwerer Gitarrenakkord verklingt.]