WIE SETRA AUS ULM DEN BESTEN REISEBUS BAUTE – UND DIE FIRMA VERLOR
Stählerne Zeiten
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WIE SETRA AUS ULM DEN BESTEN REISEBUS BAUTE – UND DIE FIRMA VERLOR
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Stählerne Zeiten
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1951 stellte eine Ulmer Werkstatt einen Bus ohne Rahmen auf die IAA, nicht einmal mit eigenem Stand. Jahrzehnte später nannten Fachjournalisten ihn den Rolls-Royce der Omnibusse, und am Ende standen 700 Millionen Mark Schulden in den Büchern.
Am 1. Februar 1995 gehen in Ulm mehrere tausend Menschen auf die Straße, nicht gegen den Verkauf ihrer Firma, sondern dafür. Wie kommt ein Unternehmen, das fast überall das erste war, an diesen Punkt? Die Antwort setzt sich Stück für Stück zusammen, quer durch über hundert Jahre Familiengeschichte.
Es beginnt 1893 mit der Wagenfabrik von Karl Kässbohrer, mit Kutschen, Pferdeomnibussen und den ersten Ulmer Stadtbussen auf Saurer-Fahrgestell. 1951 folgt der S8: leer 5,1 Tonnen schwer, darf er 6 Tonnen zuladen, und aus dem Wort „selbsttragend“ wird der Name Setra.
Dann kommen die großen Jahre: die Baureihe 200 mit 27.680 gebauten Bussen, der S 215 HD als Bus des Jahres 1977, Urlaubsfahrten nach Rimini, Lloret de Mar und Dubrovnik. Dazu der Doppeldecker S 228 DT mit 91 Sitzplätzen, auf den die Kunden zehn Jahre warten mussten, und das serienmäßige ABS samt dem berühmten Satz vom „Minderpreis“.
Am Ende steht die Frage, was bleibt, wenn eine Firma verschwindet, und warum die Mitarbeiter diesen Abschied mit einem Wort beschreiben, das niemand erwarten würde.
00:00 Ulm 1995: Demonstration für den Verkauf
01:50 Von der Wagenfabrik zum ersten Stadtbus
02:40 Der S8 und die Idee ohne Rahmen
04:40 Baureihe 10 und 100: das Werk an der Grenze
06:15 S 200: der Rolls-Royce der Omnibusse
08:25 Halb Europa fährt im Setra in den Urlaub
09:40 Der Doppeldecker, auf den alle warteten
11:30 ABS serienmäßig und ein schwäbischer Witz
12:30 Baureihe 300 und das Jahr 1993
15:35 Der 1. Februar 1995 und was danach kam
17:50 Was von Kässbohrer geblieben ist
#Setra #Kässbohrer #Reisebus