Brasilien wurde mit Kaffee reich — warum ließ es später Millionen Säcke vernichten?
mullcityman04
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Brasilien wurde mit Kaffee reich — warum ließ es später Millionen Säcke vernichten?
10 просмотров · 8 дней назад
mullcityman04
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Brasilien wurde mit Kaffee reich – doch 1933 sollte ein großer Teil der Ernte gar keinen Käufer mehr erreichen. 30 Prozent waren für den Export bestimmt, 30 Prozent für Lagerhäuser und 40 Prozent für die Vernichtung. Warum ließ ein Land, dessen Außenwirtschaft so stark vom Kaffee abhing, Millionen Säcke verbrennen?
Diese Geschichte führt von den Plantagen im Paraíba-Tal über die Eisenbahn nach Santos bis in die Lagerhäuser und Ministerien der Weltwirtschaftskrise. Sie zeigt, wie staatliche Preisstützung zunächst den Kaffeehandel stabilisierte, zugleich aber Anreize für weitere Produktion schuf. Als Nachfrage, Kredit und Preise gleichzeitig einbrachen, wurde aus der Reserve ein Problem von gewaltigem Ausmaß.
Im Mittelpunkt stehen das Abkommen von Taubaté, die staatlichen Käufe von Überschüssen, die Kaffeebehörden der Vargas-Regierung und die Grenzen einer Politik, die zwar brasilianische Bestände kontrollieren konnte, aber weder die weltweite Nachfrage noch konkurrierende Erzeuger. Die Vernichtung sollte Preise schützen und Lager entlasten – doch die alten Erlöse kehrten nicht zurück.
In diesem Video geht es um:
den Aufstieg Brasiliens zur Kaffee-Großmacht und die Abhängigkeit von einer Exportware
staatliche Lagerhaltung, Kredite und die Logik der Preisstützung
die Kaffeeverbrennungen von 1931 bis 1944 und ihre Folgen für Farmen, Banken und Arbeitskräfte
den Wechsel von Preisverteidigung zu niedrigeren Preisen und höheren Ausfuhren
die bittere Grenze wirtschaftlicher Macht auf einem Weltmarkt
Kapitel:
00:00 Ein Sack ohne Käufer
03:17 Kaffee und Brasiliens Entwicklung
09:53 Staatliche Abnahme der Kaffeeernte
17:25 Lagerhäuser und das Kaffeeversprechen
24:29 Preisverfall, Machtwechsel und Feuer
32:58 Grenzen der Kaffeeverbrennung
38:37 Mehr Absatz bei niedrigeren Preisen
43:19 Der Wert eines Kaffeesacks
Quellen und weiterführende Informationen:
Fundação Getulio Vargas / CPDOC: „Café“
Fundação Getulio Vargas: „Convênio de Taubaté“ und „Getúlio Vargas“
Brasilianisches Landwirtschaftsministerium: „Café no Brasil“
Arquivo Nacional: „Quilombo de Manoel Congo“
Journal of Economic History: „The Political Economy of Commodity Cartel Formation“
US-Landwirtschaftsministerium: „Brazil’s Coffee Industry“
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