Endlich 100km mit dem Schirm! || Air Design Soar 2
der_Misi
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Endlich 100km mit dem Schirm! || Air Design Soar 2
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der_Misi
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Am 2. Mai 26 war wahrscheinlich der bisher beste Flugtag der Saison 26 in den Alpen. Im Zillertal gleich dreimal über 300km FAI Dreiecke, dazu noch einmal 260km mit dem Tandem (!) und so weiter....
Mir war vorher garnicht so bewusst, dass dieser Tag soooo gut werden würde. Ich war nur froh, endlich wieder einmal einen vielversprechenden Tag mit wenig Wind in der Höhe und guten Steigwerten ausnutzen zu können.
Dementsprechend früh haben wir (Thompson, Robi und ich) uns auf der Seegrube getroffen. Trotzdem waren wir nicht die Ersten am Startplatz und schon garnicht die Ersten in der Bahn hinauf. Nachdem wir die Horden an indischen Touristen überwunden hatten, hies es, alles für den Flugtag vorzubereiten und da ist mir ein, im Nachhinein gesehen, großer Fehler aufgefallen. Ich habe ja schon öfter versucht, die 100km mit dem Schirm zu knacken, mit dem Drachen ist mir das öfter in der Saison geglückt, aber mit dem Schirm bisher noch nicht. Entweder waren die Bedingungen nicht so gut wie erwartet, ich hatte zu wenig Zeit an dem Tag und des öfteren ists mit auch schon passiert, dass zwar flugtechnisch Ales super gelaufen ist, ich aber nach spätestens 3h 30min so dringend aufs Klo musst, dass ich zur Landung gezwungen war.
Diesmal, dachte ich zumindest, war ich vorbereitet. Mit Urinalkondom und Schlauch bewaffnet machte ich mich gegen 11 Uhr bereit für den Start, nur um mit heruntergelassener Hose festzustellen, dass ich nur die leere Verpackung von diesem Uri dabei hatte. Also wieder nix mit in-der-Luft-aufs-Klo-gehen und die 2 Liter Wasser waren auch umsonst im Gurtzeug.
Egal, wir waren im ersten Starttrupp mit dabei und es ging direkt richtig geil dahin. Mit dabei war auch Pius, der rein zufällig auf auf der Seegrube in uns gerannt war.
Der Plan war, zuerst Richtung Osten auf die Hinterhorn Alm und dann gen Westen in Richtung Arlberg. Über der Alm am ersten Wendepunkt wurden wir schon von den DCI`lern erwartet, die gerade erst mit dem Aufbau der Drachen begonnen hatten. Robi und Thompson mit ihren C Zweileinern waren immer etwas vor mir, durch geschickte Linienwahl und viel Geradeausflug konnte ich aber gut mithalten und am Holstein auch einmal die Führung übernehmen. Natürlich nur kurz, weil die Beiden deutlich höher waren als ich. Das sollte sich bei der Querung über das Seefelder Plateau noch als wichtig herausstellen, weil ich da so eine schlechte Linie erwischt hatte, dass ich mir schon Felder für eine Notlandung ausgesucht hatte. Die Zwei sind wieder einmal deutlich höher als ich am Weg gewesen und dahaben den Bart, den einer der vielen Segelflieger an dem Tag angezeigt hatte. Nach etwas Bastelei war ich dann wieder gleichauf und es ging an der hohen Munde vorbei weiter Richtung Westen. Ganz unerwartet ist dann aber Robi in Richtung Telfs abgebogen, im Nachhinein verständlich weil sein Vario keinen Saft mehr hatte und ohne Informationen zu Höhe und Geschwindigkeit war es an diesem Tag sicher nicht ganz so witzig. Allein waren Thompson und ich natürlich trotzdem nicht. Auf allen Höhen kamen uns Schirme und Segler entgegen, der Tag war wirklich genial.
Nach der Querung über den Fernpass wurde ich wieder einmal etwas übermütig, "weils ja eh überall rauf geht". In der Annahme bin ich zwar gebremst durchs Steigen geflogen, hab aber nicht mehr gekurbelt und richtig Höhe gemacht. Fast hätte mich das die 100km gekostet, als ich in Hochimst nicht wie erwartet den Mörderbart, sondern nur unzentrierbare Schei.... fand. Der rettende Bart stand dann glücklicherweise ums Eck und so ging's von 1800m noch einmal zurück auf 3100m. Mit dieser Höhe und bereits über 3h Flugzeit meldete sich auch die volle Blase wieder und so beschloss ich, nach Landeck auszugleiten, obwohl die Bedingungen immer besser wurden. Thompson hat mich bis Landeck noch begleitet, ist dann umgedreht und hat auch wirklich den Rückweg bis nach Innsbruck noch geschafft. 176km in unter 7h sprechen für sich.
Mir hats so aber auch getaugt, dank Vario bin ich auch wirklich genauso weit Richtung Westen geflogen, dass sich die 100km ausgegangen sind. Und weil ja erst Samstag war, hats für die Heimfahrt auch noch eine Belohnung in Form von Süßem und Bier gegeben. Ich wäre auch wirklich gerne länger geflogen, nächstes Mal dann halt.... So konnte ich trotzdem wieder ein Ziel für die heurige Flugsaison abhaken und weiß auch für die Zukunft: Entweder ich schaffe, mich in der Luft zu erleichtern, oder ich muss einfach schneller Fliegen, um in der selben Zeit weiter zu kommen.
Wünsche, Beschwerden, Anregungen und Feedback wie immer gerne in den Kommentaren!
Cheerio, Oben Bleiben, Misi!